"Aufgeben ist für uns keine Option"

ZWANGSPAUSE Die Kutschen im Langenbernsdorfer Familienunternehmenhaben bereits Staub angesetzt

Langenbernsdorf. 

Langenbernsdorf. Zwei Kremser, drei "normale" Kutschen und zwei Hochzeitskutschen sowie ein Schlitten gehören zum nicht gerade kleinen "Fahrzeugpark" von Kai und Christian Wetzel. Die Familie aus Langenbernsdorf bietet schon seit vielen Jahren für Ausflügler Fahrten durch den Werdauer Wald an. "Den Schlitten konnten wir in den letzten beiden Wintern in der Garage lassen, mit Kutschfahrten ist durch Corona derzeit auch kein Geld zu verdienen", sagt Kai Wetzel zur aktuellen Situation des Familienunternehmens, das in den vergangenen Jahren auch zu den Himmelfahrtstagen immer ordentlich zu tun hatte.

Kosten fallen trotzdem an

"Unsere letzte Ausfahrt durch den Werdauer Wald hatten wir bereits im Dezember, seit dem stehen unsere Kutschen in der Garage und die Pferde wechseln zwischen dem Stall und der Weide", meint Wetzel jun., während sein Vater Christian unbedingt auch das Thema der Kosten nicht unerwähnt lassen wollte. Schließlich brauchen die Vierbeiner - derzeit stehen sieben Pferde und ein Fohlen im Stall - ihr Futter und die Kutschen unter anderen ihre technischen Überprüfungen vom TÜV.

Hoffnung auf bessere Zeiten

"Und das kostet Geld, welches wir im Moment nicht einfahren können", sagt Christian Wetzel und zählt eine Reihe von stornierten Kutschfahrten auf, die beispielsweise zu Hochzeiten bestellt waren. "Wir wären auch gerne zum Himmelfahrtstag gefahren, doch die Strafen für Verstöße in Sachen Hygiene sind aufgrund der Situation einfach zu hoch", meinten Vater und Sohn einhellig. Sie hoffen auf bessere Zeiten. "Aufgeben ist für uns keine Option", betonen die Langenbernsdorfer.