Aufgeben ist keine Option

Fazit Limbacher Rennfahrer Didier Grams blickt auf 2017 zurück

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Didier Grams (re.) mit einem Teil seines Teams und Söhnchen Dario. Foto: A.Büchner

Limbach-Oberfrohna. Im Winter ist das Leben eines Motorradrennfahrers mal etwas ruhiger. Zeit für Didier Grams, die zurückliegenden Monate noch einmal Revue passieren zu lassen: "Ich war in diesem Jahr gut dabei - aber die Konkurrenz wird immer stärker", ist der Oberfrohnaer selbstkritisch. "Um siegen zu können muss man viel Geld investieren. Das ist oft schwer - aber ich möchte in jedem Fall wieder an den Start gehen."

Im Vergleich zu anderen Fahrern, die neben ihm auf den Strecken Europas unterwegs sind, geht Grams oft gleich wieder auf Arbeit, wenn das Rennwochenende noch gar nicht mental und körperlich abgehakt ist: "Ich bin halt nur ein angestellter Dachdecker, der eine Familie zu ernähren hat. Ohne das Verständnis meines Chefs Mike Sydow wäre alles noch viel schwieriger." Der Lokalmatador hofft, dass seine Sponsoren und Fans ihm 2018 weiter die Treue halten, damit er wieder angreifen kann.

Nach erfolgreichen, aber auch problematischen Rennen in der International Road Racing Championship, der ersten Teilnahme bei der Langstrecken-WM in Le Mans, Stürzen und technischen Problemen gilt es nun aber vor allem die Eindrücke vom Grand Prix in Macau zu verarbeiten. Der erfahrene 31-jährige Brite Daniel Hegarty war schwer gestürzt und vor Ort seinen Verletzungen erlegen. "Nur die besten Straßenrennfahrer der Welt werden nach Macau eingeladen - keiner muss dort fahren, jeder will!", so Didier. Das Ergebnis des Rennes wurde durch das Unglück für das G&G-Team gleichgültig, der Schock steckt noch tief.



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