Aufklärung für weniger Ausgrenzung

Gesundheit AIDS-Hilfe für hervorragende Leistungen ausgezeichnet

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Edda Weiß (2.v.r.) mit Marie Hennecke, die ihren Bundesfreiwilligen Dienst bei der AIDS-Hilfe Westsachsen absolviert, sowie Marcus Felix (l.) und Thomas Heuchel (r.) sorgten für die Aufklärung beim Politikerfrühstück. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Am Freitag lud der Zwickauer Verein AIDS-Hilfe Westsachsen anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember zu einem Politikerfrühstück in ihre Beratungsstelle an der Georgenstraße 2 ein. Gekommen sind CDU-Politiker. Motto des diesjährigen Welt-AIDS-Tages ist: "Positiv zusammen leben". "Man kann heute in der Regel gut mit HIV leben. Doch Zurückweisung, Ausgrenzung und die Angst davor wiegen heute für viele HIV-Positive schwerer als die gesundheitlichen Folgen", erklärt die Sexualpädagogin und Teamleiterin der Beratungsstelle Edda Weiß. "Nach einem ersten guten Treffen im Jahr 2011 haben wir die Zwickauer Politik zu einem zweiten gemeinsamen Frühstück eingeladen, um die Ergebnisse unserer Beratungsstelle vorzustellen und über Strategien für die künftige Arbeit gemeinsam zu diskutieren. Denn wir benötigen Hilfe und Unterstützung der Politik, damit HIV/AIDS und Sexualität nicht mehr ein Tabu-Thema sind und nicht in die Schmuddelecke gedrängt werden. Weil das Wissen um die Infektion bei weitem noch nicht bei allen vorhanden ist. Diskriminierung und Stigmatisierung sind die Folgen. Ursachen sind häufig Vorurteile, Unwissenheit und unbegründete Ängste", so Edda Weiß. Die Teamleiterin des 1990 gegründeten Vereins konnte aber eine freudige Nachricht verkünden: die Auszeichnung mit der Sächsischen Ehrenmedaille für hervorragende Leistungen im Kampf gegen HIV und AIDS am vergangenen Mittwoch in Dresden durch Sozialministerin Barbara Klebsch. "HIV in Sachsen - Mücke oder Elefant?" diese Frage stellte Thomas Heuchel, Facharzt für Innere Medizin, Arzt mit Genehmigung zur Behandlung von HIV, in seinem Vortrag zum Thema: "HIV in Sachsen". Seine Antwort, die er mit den am 14. November durch das Robert-Koch-Institut veröffentlichten aktuellen Zahlen zu HIV/AIDS belegte, ist: "Mein Plädoyer an die Politiker ist es, einen Elefanten und keine Mücke darin zu sehen", so der in Chemnitz praktizierende Arzt