"Bürgerpolizisten sind zu wenig bekannt"

Statistik Zahlen und Fakten zur Kriminalität in Limbach-Oberfrohna

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Im vergangenen Jahr wurden in der Großen Kreisstadt 1127 Straftaten verübt. Darüber informierte in dieser Woche Polizeipräsident Conny Stiehl. "2018 wurden im Schnitt drei Straftaten pro Tag begangen, vor zehn Jahren waren es noch fünf", so Stiehl. Zu den Delikten gehören beispielsweise Diebstähle, Einbrüche oder Gewaltdelikte. Besonders Gewaltdelikte hätten laut Polizeipräsident bundesweit zugenommen. "Viele Bürger klären Angelegenheiten nicht mehr im Gespräch, sondern wollen wieder das Faustrecht einführen", sagte er. In Limbach-Oberfrohna wurden 2018 insgesamt 38 Straftaten im Bereich der Gewaltkriminalität verübt. 2017 waren es 32, 2016 insgesamt 31.

Den deutlichsten Anstieg der Straftaten misst der Punkt Zuwanderer-Kriminalität. Wurden im Jahr 2009 gerade einmal drei Delikte gezählt, waren es 2018 schon 50. Hier müsse man allerdings differenzieren, so Stiehl: Im Bereich der Flüchtlingskriminalität gebe es überwiegend Wiederholungstäter, die mehr als einmal aktiv werden. "Einzelne begehen eine hohe Anzahl an Straftaten", sagte Conny Stiehl.

Es muss mehr getan werden

In Limbach-Oberfrohna arbeiten insgesamt 22 Polizeibeamte: Zehn Kollegen im Streifendienst, acht im Kriminaldienst und vier Bürgerpolizisten. Dienstags findet von 16 bis 18 Uhr eine Sprechstunde der Bürgerpolizisten statt. "Die wird aber immer weniger angenommen", sagte Conny Stiehl. Generell müsse im Bereich der Bürgerpolizisten mehr getan werden. "Sie sind zu wenig bekannt in der Stadt", so Stiehl weiter.

Demnächst soll eine Marketingmaßnahme starten, um das zu ändern - zum Beispiel durch Plakate mit Fotos. Außerdem schwebt dem Präsidenten vor, dass der Bürgerpolizist wieder eine Art Vertrauensperson für die Einwohner wird. "So wie es vor der Wende war. Die ABV in der DDR waren geschätzt", sagte er.