Bahnhof-Komplex geht in private Hände

Verkauf Crimmitschauer Stadtrat gibt grünes Licht

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Der Verkauf des Bahnhofs spült 62.500 Euro in die Stadtkasse. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Die jahrelange Suche nach einem Käufer und Investor für den Bahnhof ist endlich von Erfolg gekrönt. Die unter Denkmalschutz stehende Immobilie geht an eine Firma aus Sangerhausen.

Dafür sollen die Geschäftsführer Annette Heimrich und Jürgen Rehse einen Betrag von 62.500 Euro an die Stadt überweisen. Die neuen Bahnhof-Eigentümer tragen bereits die Verantwortung für das Senioren- und Betreuungszentrum "Haus am Brühl" in Werdau. Dahinter verbirgt sich eine deutschlandweit tätige Unternehmensgruppe, die im Gesundheits- und Pflegesektor tätig ist.

Ein langer Weg zum passenden Investor

Ein Blick zurück: Die Stadt hat das seit Jahren leer stehende Gebäude im November 2012 im Rahmen einer Immobilienauktion erworben - mit dem Ziel, weiter Einfluss auf die Erhaltung des historisch wertvollen und stadtbildprägenden Gebäudes nehmen zu können. Der bereits beschlossene Verkauf an einen Investor blieb 2013 und 2014 erfolglos. Deshalb trieb die Stadt selbst die Projektentwicklung unter dem Titel "Gesundheitsbahnhof" voran und steckte Fördermittel in die Sicherung von Dach und Fassade.

Im Juni 2016 wurde eine öffentliche Ausschreibung veröffentlicht. Im Dezember 2016 stellte sich der Investor - hinter verschlossenen Türen - den Stadträten vor. Nun wurde in der letzten Woche der Verkauf besiegelt. Dabei blieb eine Diskussion zum Thema aus. "Wir haben einen Investor gefunden, der kein Anlageobjekt sucht und sich mit Spezialimmobilien auskennt. Die Geduld hat sich gelohnt", sagte Wirtschaftsförderin Andrea Beres.

Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) gratulierte Jürgen Rehse nach dem Beschluss des Stadtrates. Der neue Eigentümer will Anfragen der Medien zum Projekt erst zu einem späteren Zeitpunkt beantworten.