Bau von Zwei-Länder-Gefängnis beginnt im Sommer

Plan 820 Straftäter aus Sachsen und Thüringen sollen hier ab 2024 untergebracht werden

Zwickau. 

Zwickau. Mit der jetzt noch auf dem Gelände des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes an der Bülaustraße herrschenden Ruhe dürfte es bald vorbei sein. Nach Aussage von Sandra Jäschke, Pressesprecherin des sächsischen Finanzministeriums, soll im Sommer mit den Bauarbeiten für die sächsisch-thüringische Haftanstalt begonnen werden.

Als erstes Teilvorhaben steht dabei der Bau der sechs Meter hohen Umfassungsmauer auf dem Programm. Sie wird das Gefängnisareal einmal auf einer Länge von 1,35 Kilometer umschließen und aus mehr als 400 Stahlbetonteilen bestehen. Jedes dieser Elemente bringt über 16 Tonnen auf die Waage. Anfang kommenden Jahres sollen die Arbeiten an der Mauer abgeschlossen sein.

Offizielle Inbetriebnahme Anfang 2024

Die ursprüngliche Planung sah einmal vor, dass die sächsisch-thüringische Justizvollzugsanstalt (JVA) in Zwickau-Marienthal im Jahr 2020 in Betrieb gehen sollte. Mittlerweile steht als Fertigstellungstermin für das Zwei-Länder-Gefängnis Ende 2023 im Raum. Im ersten Quartal 2024 soll es dann offiziell in Betrieb genommen werden.

Hintergrund für die mehrjährige Verzögerung sind die Gesamtbaukosten. So konnte in einer ersten Ausschreibungsrunde kein Generalauftragnehmer gefunden werden, der ein für den Bauherren finanziell vertretbares Angebot abgeben hat.

Platz für 820 Straftäter

Deshalb erfolgte danach die Ausschreibung in mehreren Teillosen. Die anfänglich geplanten Kosten sind von 150 auf 174 Millionen Euro gestiegen. Nach ihrer Fertigstellung sollen in der Anstalt 450 männliche Straftäter aus Sachsen sowie 370 aus Thüringen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren verbüßen