Bauernmuseum lockt mit vielen Neuigkeiten

Museum "Kleinod im Muldental" startet in die neue Saison

Bernd Aurich hat zu vielen Exponaten eine Geschichte. Foto: A.Büchner

Dürrengerbisdorf. Am heutigen Sonntag ist es soweit: Das Bauernmuseum von Bernd Aurich, sein selbst ernanntes "Kleinod im Muldental", startet in die neue Saison. Von 10 bis 18 Uhr kann man die interessante Sammlung landwirtschaftlicher Geräte von anno dazumal besichtigen. "Wir wollen Eindrücke vom harten Los der Bauern darstellen, die mit der Landwirtschaft die Ernährung der Familie sichern mussten", bemerkte der Inhaber.

"Es sind alle Gerätschaften, die einst für die Arbeit im Haus und auf dem Felde unentbehrlich waren, zu besichtigen. Das älteste Ausstellungsstück, eine Rarität, ist aus dem Jahre 1864." Wobei - Raritäten gibt es bei Bernd Aurich jede Menge. Am besten geht man mit ihm persönlich durch die Ausstellungsräume, denn der Dürrengerbisdorfer kann viele interessante Geschichten erzählen. Man könnte auch den Eindruck gewinnen, dass es kaum noch etwas gibt, was er nicht ausstellen kann - und dann kommt der nächste Frühling, und Aurich hat über die Winterschließzeit neue Sammelstücke zusammengetragen.

"Unsere Gäste können jetzt in der Scheune eine 'Kohlen-Ecke' besichtigen", gab er bekannt. Fündig wurde er dabei bei dem früheren Limbacher Kohlehändler Adolf Mettchen, der seinen Sitz auf der Chemnitzer Straße hatte. "Wir zeigen eine alte Waage, Trage-Utensilien und originale Jutesäcke", so Aurich.

Bei dem neuen Ensemble gibt es auch eine Nähmaschine von Otto Hagele, einem früheren Limbacher Unternehmer, zu bestaunen. Außerdem hat er eine "Dachdecker-Ecke" eingerichtet, die die Arbeit vor rund 100 Jahren darstellt. Neu in der Ausstellung ist außerdem ein rund 100 Jahre alter Kinderwagen mit hohen Rädern. Apropos Räder: Seine Fahrradsammlung ist inzwischen auf 20 verschiedene Typen angewachsen. Fazit: Ein Besuch im Bauernmuseum lohnt sich auch in diesem Jahr wieder.