"Bauernreiten" soll wieder aufleben

Tradition Thüringer Vereine bereiten den "Tag der Altenburger" im Oktober vor

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Der Förderverein Heimatmuseum Gößnitz machte auf dem Crimmitschauer Ostermarkt Werbung für den "Tag der Altenburger". Foto: Michel

Crimmitschau/Altenburg. Ursula Weber und ihre Mitstreiter aus dem Förderverein "Heimatmuseum Gößnitz" sind auf dem Crimmitschauer Ostermarkt in der Tuchfabrik Gebr. Pfau schon rein optisch aufgefallen. Sie trugen die für das Altenburger Land früher typischen Trachten der "Marche" und der "Malcher" - zu deutsch: Marie und Melchior - und kamen schon deswegen schnell mit den Besuchern ins Gespräch.

Nach der Wende wieder bei Null anfangen

"Wir sind nicht zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung in Crimmitschau, wir waren auch schon beim Festumzug zur Stadtrechtsfeier dabei", erzählte Ursula Weber, die übrigens aus Crimmitschau stammt und vor vielen Jahren nach Thüringen übergesiedelt war. Jetzt kümmert sich die Frau um die zum Teil vergessenen Traditionen im Altenburger Land.

"Leider mussten wir nach der Wende bei sehr vielen Sachen bei Null anfangen", betont die Wahl-Thüringerin, welche auf dem Ostermarkt zum Marmorieren von Eiern einlud und Werbung für den "Tag der Altenburger" am 7. Oktober in der Skatstadt machte.

"An diesem Tag stehen mit dem 200-jährigen Jubiläum des 'Altenburger Bauernreitens', dem 25. Thüringer Landeserntedankfest und dem 12. Thüringer Landestrachtenfest gleich mehrere Facetten der Traditionspflege im Mittelpunkt", blickte Ursula Weber schon einmal voraus. Vor allem das "Bauernreiten" - ein festlicher Aufzug der Altenburger Bauern mit Kutschen, Wagen, Pferden und Fußvolk - dürfte dabei eine besondere Attraktion für die Besucher werden. Letztmalig soll es dieses Ereignis im Jahr 1933 gegeben haben.