Bauprojekt in Werdau dauert bis Mai 2019

Sanierung Fertigteile aus Beton ersetzen marodes Gewölbe

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Der Lagsteinbach (links) wird künftig zwischen der Volkssolidaritäts-Villa und der Marienstraße in einem neuen Bett oberirdisch verlaufen. Foto: Th. Michel

Werdau. Rund zwei Millionen Euro müssen für die Beseitigung der Hochwasserschäden am Lagsteinbach in Werdau ausgegeben werden. Die Mittel kommen aus den Fördertöpfen von Bund und Freistaat. Dabei handelt es sich um eine der größten Baumaßnahmen, die momentan in der Pleiße-Region realisiert wird. Der Lagsteinbach verläuft bisher unter den Gebäuden zwischen Marienstraße und Plauensche Straße in einem aus Ziegelsteinen gemauerten Gewölbe, welches sich nach dem Hochwasser im Mai und im Juni 2013 in einem desolaten Zustand befindet.

Eine Gefährdung für die Anwohner

"Teile des Kanals sind ausgebrochen. Das Erdreich wurde bereits ausgespült. In zwei Abschnitten ist das Gewölbe zusammengebrochen. Dadurch entstand eine Gefährdung für die vorhandene Wohnbebauung und die Standsicherheit war nicht mehr gegeben", sagt Karsten Piehler. Der Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung und Bau informiert, dass die Sanierung des maroden Gewölbes nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich gewesen wäre. Deshalb sei die Entscheidung zur Verlegung des Bachverlaufs in die Marienstraße gefallen. Dabei kommen Fertigteile aus Beton zum Einsatz. Unterhalb der Villa der Volkssolidarität wird der Lagsteinbach offen gelegt und die Bachbegrenzung mit Natursteinen befestigt.

"Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine komplexe und wasserbaufachlich anspruchsvolle Baumaßnahme", sagt Piehler mit Blick auf die Lage im Innenstadtbereich mit angrenzender beidseitiger Bebauung und zahlreichen Ver- und Entsorgungsleitungen. Zudem müssen die Fertigteile bis zu sechs Meter unter der Fahrbahn verlegt werden. Die Baugrube ist an einigen Stellen sogar fünf Meter breit.

Im Bereich der Marienstraße sollen die Arbeiten, die ein Unternehmen aus Glauchau durchführt, bis zum Ende des Jahres beendet werden. "Voraussetzung dafür ist jedoch ein später und milder Winter, sodass die Bautätigkeiten im frostfreien Erdreich realisiert werden können", sagt Piehler. Die Fertigstellung des kompletten Projektes ist bis Ende Mai 2019 geplant.