Über den Tellerrand geschaut

IHK Am 19. Tag der Gastronomie stand Kommunikation im Mittelpunkt

"Vordenken, Nachdenken, Querdenken" lautete gestern das Motto beim 19. Tag der Gastronomie in der Industrie- und Handelskammer Chemnitz. Drei Vorträge und zwei Workshops behandelten Themen wie Kundenbegeisterung, Mitarbeiterbindung und erfolgreiche Kommunikation. "Wir wollen Gastronomen aus Chemnitz und der Region einmal mehr dazu anregen, über den Tellerrand zu schauen", erklärte Ilona Roth, Geschäftsführerin Handel/Dienstleistungen. "Gleichzeitig vermitteln wir Existenzgründern einen ersten Einblick in anstehende Aufgaben im Gastgewerbe." Den ersten Motivationsschub holten sich die 65 Teilnehmer zum Auftakt von Referent Claudius Schmitz ab. Der Professor und Unternehmensberater knüpfte zu Beginn an Darwins Evolutionslehre an: "Nicht der Größte, Schnellste oder Intelligenteste überlebt, sondern derjenige, der sich am besten an seine Umwelt anpassen kann - das ist im Gastgewerbe nicht anders", sagte der 55-Jährige. Nur wer rechtzeitig die Wünsche der Kunden erkennt, könne nachhaltig am Markt bestehen. "Kreativität und Performance sind heute wichtiger denn je. Auch Empfehlungen im Online-Bereich können über die weitere Zukunft eines Restaurants entscheiden." Zudem verwies Schmitz auf die Rückbesinnung der Gäste, die wieder Wert auf die Herkunft von Lebensmitteln legen. "Diesen Trend beobachten wir schon seit einigen Jahren", sagte Gastronom Mario Fröhlich aus Dittersdorf, der mittlerweile zu den Stammhörern der IHK-Veranstaltungsreihe gehört. "Auch heute nehme ich wieder viel Motivation und neue Erkenntnisse mit, die ich an meine Mitarbeiter weitergebe."