Besondere Stadtansichten

Kunst Ausstellung "Art Pleißenland" im Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum

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Manche gemalte Werdauer Ansicht, wie die Häuserzeile von Jürgen Szajny, sorgte zur Ausstellungseröffnung für Rätselraten. Foto: Thomas Michel

Werdau. Die Tradition der Kunstausstellungen im Stadt- und Dampfmaschinenmuseum ist schon lang. Was einst der Kunstverein "Pleißenland" begonnen hatte, führt jetzt der "Freundeskreis Kunst" fort, welcher derzeit im Werdauer Museum mit der "Art Pleißenland 2017" seinen ersten öffentlichen Auftritt hat.

"Wir wollen die Tradition der Kunstausstellungen in diesem Haus auf jeden Fall fortsetzen", betonte Jürgen Szajny, der mehr oder weniger die Leitung des "lockeren Zusammenschlusses von Künstlern aus der Region" übernommen hat.

Für die aktuelle Ausstellung im Museum befassten sich die Künstler anlässlich des 100-jährigen Jubiläum des Hauses an der Holzstraße ausschließlich mit Werdau und deren Umgebung. Zu sehen sind Ansichten aus verschiedenen Ecken der Stadt, die allerdings nicht nur ein Abbild der Realität sind. So hat Jürgen Szajny beispielsweise eine Häuserzeile mit mehr oder weniger bekannten Gebäuden entstehen lassen, die es so in Wirklichkeit nicht gibt.

Kein Wunder also, dass zur Eröffnung der Schau in der vorigen Woche viele Besucher vor diesem Bild stehengeblieben sind und über den wahren Standort der Häuser rätselten. Andere Arbeiten wie beispielsweise ein Bild von Maria Ludwig aus dem Bereich der Leipziger Straße zeigen Stadtansichten aus vergangenen Tagen, die heute nur noch auf Fotos existieren. "Ich habe irgendwann einmal diese Ansicht fotografiert, jetzt habe ich sie gemalt", erklärte sie die Grundlage ihres Gemäldes.

Die längst abgerissenen Mauern des Getreidelagers - heute befindet sich hier ein Einkaufsmarkt - hat sie mit Absicht schattenhaft dargestellt. Die Kunstausstellung im Werdauer Stadt- und Dampfmaschinenmuseum ist noch bis Anfang November zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.