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Besonderer Lebensraum wird gepflegt

Naturschutz Im ehemaligen Nickelerztagebau haben seltene Arten eine Chance

Callenberg. 

Callenberg. Mit schwerer Technik wurde kürzlich im Naturschutzgebiet (NSG) "Callenberg Nord II" die Vielfalt der dortigen Lebensräume gefördert. Dabei ging es unter anderem darum, dass Zuwachsen des Gebietes zu verhindern, weil gerade offene Boden- und Gesteinsflächen wichtig für viele Arten sind. An Uferbereichen der Gewässer im NSG initiierte der Deutsche Verband für Landschaftspflege (Regionalbüro Westsachsen) die Rodung von Bäumen und Sträuchern, damit diese Bereiche besser besonnt werden. Das soll seltenen Amphibien wie Bergmolch, Kammmolch oder Knoblauchkröte nützen.

Ungestörter Ort für Amphibien

Außerdem wurden am Gewässerrand kleine Dämme aufgeschüttet, mit denen abgetrennte Tümpel entstanden. Hier sollen sich Amphibien ungestört fortpflanzen können, was in anderen Bereichen der Gewässer aufgrund der Fische, die den Laich fressen, nur schwer möglich ist.

"Wir sind gespannt, wie sich diese Bereiche entwickeln und hoffen, dass die Amphibien in den nächsten Jahren profitieren", sagt Maximilian Schweiger von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Zwickau, die für das 22,5 Hektar große Naturschutzgebiet verantwortlich ist.

Lebensräume erhalten für seltene Tierarten

Am Nordwestrand des NSG, das sich im Bereich eines früheren Nickelerztagebaues befindet, wurden Abbruchkanten freigelegt, was Vögeln wie dem Bienenfresser oder dem Eisvogel nützen soll. Bäume und Sträucher wurden ebenfalls entfernt, was in dem Bereich regelmäßig nötig ist, um die besonderen Lebensräume zu erhalten.

Um die seltenen Arten zu schützen gilt im Naturschutzgebiet auch ein Betretungsverbot. Wer im Areal erwischt wird, kann mit einem Bußgeld von 55 bis 200 Euro bestraft werden. Wird Feuer gemacht oder Natur zerstört, können die Strafen höher ausfallen.

"Die Kontrollen sollen weiter verstärkt werden", sagt Maximilian Schweiger. Denn gerade im Sommer gibt es regelmäßig Probleme mit unerwünschten Badegästen oder sogar Partys im Naturschutzgebiet.

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