Bewegender Abschied von ehemaligem Oberbrandinspektor

Trauer 600 Gäste verabschieden verstorbenen Wehrleiter Glauchaus

Kameraden aus dem gesamten Kreisgebiet nahmen von Uwe Clemens Abschied Foto: Markus Pfeifer

Glauchau. Mehr als 600 Gäste haben auf dem Friedhof an der Trauerfeier für den verstorbenen Wehrleiter Uwe Clemens teilgenommen. Neben Vertretern der Feuerwehren aus Glauchau und Umgebung nahmen mit Lothar Ungerer aus Meerane und Bernd Pohlers aus Waldenburg auch zwei Bürgermeister aus Nachbarstädten an der Trauerfeier teil.

Heinz Hartmann, stellvertretender Kreisbrandmeister im Ruhestand und langjähriger Weggefährte des verstorbenen Wehrleiters, hat an die Feuerwehr-Laufbahn von Uwe Clemens erinnert. Er sprach vom "persönlichen Engagement und witzigen Humor" des Oberbrandinspektors.

Clemens stand seit 1997 an der Spitze der Feuerwehr. Er war Einsatzleiter bei zahlreichen Großeinsätzen. Stellvertretend wurden die Brände bei Peguform (2001), am Chemnitzer Platz (2004), am Holzhandel Schellenberg (2009) und auf einem Bauernhof in Ebersbach (2017) genannt. "Er wollte stets nur das Beste für die Feuerwehren des Landkreises", sagte Hartmann.

Andreas Salzwedel (Linke), ehrenamtlicher Vize-Oberbürgermeister von Glauchau, kämpfte in seiner Rede immer wieder mit den Tränen. "Uwe Clemens hat Feuerwehr gelebt - als aufrichtige und geachtete Persönlichkeit", sagte Salzwedel.

Um 13.07 Uhr gingen in Glauchau alle Sirenen an. Damit begann ein Feuerwehr-Korso mit mehr als 30 Fahrzeugen. Ganz vorn befanden sich der Kommandowagen und der Leichenwagen.

Der Korso rollte vom Friedhof zum Gerätehaus an der Erich-Fraaß-Straße. Dort befand sich auch die Wohnung von Uwe Clemens, der am 26. Juli nach schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren gestorben ist.