Botschafter besucht Paracelsus-Klinik

International Krankenhaus soll jemenitische Ärzte ausbilden

Der neue Hybrid-Operationssaal der Paracelsus-Klinik ist ein internationaler Anziehungspunkt. Jemens Botschafter Walid Abdulwahed Mohamed Alethary hat vergangene Woche das Krankenhaus in Zwickau besucht und den hohen Grad an Technisierung gelobt.

Nach einer Aufsehen erregenden Anlieferung der Technik mittels Lastwagen im vergangenen Juni ist die hybride OP im September in Betrieb genommen worden. Das neue Instrumentarium verzahnt Diagnosemethoden enger mit den eigentlichen Operationen. Den Patienten bleiben so Wege zwischen zuvor getrennten Abteilungen erspart.

Der Botschafter-Besuch diente einem ganz konkreten Ziel. Das vom Bürgerkrieg geschüttelte Land benötigt medizinische Unterstützung, so Alethary. Man wolle an frühere Kooperationen anknüpfen und wieder Ärzte in Deutschland fortbilden lassen. Im Vorfeld hatte es bereits Gespräche über einen Ärzteaustausch gegeben. Dabei verhandelte der Gesellschafts-Vorsitzende der Paracelsus-Kliniken, Manfred Georg Krukemeyer, mit dem stellvertretenden jemenitischen Gesundheitsminister, Faisal Al-Gohaly, der ebenfalls mit nach Zwickau angereist war.

Nach zwei erfolgreichen Runden in den Jahren 2013 und 2014 möchte der Jemen erneut sechs Ärzte für mehrere Monate in die Krankenhäuser entsenden. "Wir haben in ganz Deutschland verteilt an 22 Standorten Reha- und Akutkliniken. Hier können wir Pflegekräfte, Therapeuten oder auch Ärzte aus dem Jemen mit westlichen Methoden und Standards vertraut machen, damit sie dieses Wissen dann in ihrem Land weitergeben können", so Krukemeyer.

"Nach bisherigen Planungen werden die sechs Ärzte, darunter auch eine Frau, aber an anderen Standorten aufgenommen, den Paracelsus-Kliniken in Düsseldorf und Bad Ems. Eine Ausbildung in Zwickau ist 2016 nicht vorgesehen."