Brache verschwindet aus Stadtbild

Abriss Zuschüsse der Europäischen Union machen Projekt möglich

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Die ehemalige Kammgarnspinnerei verschwindet aus dem Stadtbild. Foto: Kretschel

Meerane. Die ehemalige Kammgarnspinnerei verschwindet in den nächsten Monaten aus dem Stadtbild von Meerane. Für den Rückbau und die qualifizierte Nachnutzung der Industriebrache werden 1.566.099 Euro aus den Fördertöpfen der Europäischen Union zur Verfügung gestellt. In den letzten Jahren konnten in Meerane bereits neun Abrissprojekte umgesetzt werden. "Für Meerane ist dies die höchste Zuwendung für eine Einzelmaßnahme, die jemals im Rathaus angekommen ist.

In den Jahren 2007 bis 2013 wurden neun Rückbaumaßnahmen vollzogen, für die wir eine Förderung von genau 2.442.399,63 Euro erhalten haben. Die nun eingetroffene EFRE-Förderung für die Kammgarnspinnerei verdeutlicht, wie komplex der Rückbau dieser Industriebrache ist. Die Stadt Meerane ist sehr glücklich über die aktuelle Entscheidung, da die EFRE-Förderung im kommenden Jahr ausläuft", sagte Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) in einer ersten Stellungnahme. Bereits seit 2013 beschäftigt sich die Stadtverwaltung mit dem Abriss der ehemaligen Kammgarnspinnerei.

Finanzspritze bewilligt

Am 12. Dezember 2013 konnte ein Fördermittelantrag bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden. Vor wenigen Tagen traf die Zusage für die Finanzspritze im Neuen Rathaus ein. Dabei soll zunächst der Komplettabbruch der ehemaligen Kammgarnspinnerei in Angriff genommen werden. Ein Teil des Areals wird künftig für die Erweiterung des angrenzenden "Meerchenwaldes" genutzt. Der Eigenanteil, den die Stadt aufbringen muss, beläuft sich auf rund 400.000 Euro.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Vorbereitungen rund ein halbes Jahr dauern werden. Nach der Ausschreibung und der Vergabe sollen die Abrissbagger wahrscheinlich im vierten Quartal anrollen. "Wir gehen derzeit davon aus, dass wir für den Rückbau und die qualifizierte Nachnutzung der beräumten Fläche rund neun Monate benötigen", sagt Medienreferentin Heike Hönsch. Das heißt: Die Arbeiten werden sich bis Mitte 2020 hinziehen. Die Fläche hat eine Größe von zirka 30.000 Quadratmetern.