Brückensanierung wird zum Stressfaktor

Bauvorhaben Anwohner müssen lange Umwege in Kauf nehmen

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Die Sanierung der Grünauer Muldenbrücke dauert deutlich länger als ursprünglich geplant. Foto: Andreas Wohland

Grünau. Katerstimmung und Frust in Grünau. Die nun schon seit August 2016 andauernde Sanierung der Brücke über die Zwickauer Mulde in dem zu Langenweißbach gehörenden Ortsteil, wird sich weiter in die Länge ziehen. Ursprünglich sollte der Verkehr schon ab Herbst wieder über die Brücke rollen.

Berliner Flughafen als Vorbild?

Inzwischen geht man im Landratsamt jedoch davon aus, dass die Sperrung das gesamte Jahr über bestehen bleibt. Die Grünauer, die als Ort seit Monaten in einer Sackgasse leben, sind sauer. "Ich weiß nicht wie die heutzutage bauen. Man könnte meinen, die Verantwortlichen nehmen sich den Berliner Flughafen zum Vorbild. Welchen Belastungen wir als Anwohner ausgesetzt sind, scheint niemanden zu interessieren", schimpfte ein Anwohner, der nicht namentlich genannt werden möchte.

Wenn er ins benachbarte Langenbach muss, zum Beispiel um auf dem Gemeindeamt etwas zu erledigen oder ein Grab auf dem Friedhof zu besuchen, geht das nur über einen kilometerlangen Umweg über Wildenfels und Hartenstein. Vor einem ähnlichen Dilemma stehen auch Langenbacher, die nach Grünau wollen oder müssen.

Es musste umgeplant werden

Gründe für den Bauverzug gibt es laut Landratsamt gleich mehrere. Unter anderem hätten die Angaben in den vorhandenen Bestandsunterlagen nicht in jedem Fall mit der Realität übereingestimmt und Umplanungen erforderlich gemacht. Beispielsweise bei der Stützwandverankerung. Dort war ein Abwasserkanal im Wege, der laut den alten Unterlagen eigentlich an anderer Stelle verlaufen sollte.