BSC Rollers müssen Insolvenz anmelden

Rollstuhlbasketball Zwickauer in der nächsten Saison in der Zweiten Bundesliga

Zwickau. 

Zwickau. "Die BSC Rollers Zwickau haben vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet. Die vergangenen viereinhalb Jahre nach Neugründung des Vereines waren nicht leicht" informierte kürzlich die Sprecherin des Vereins, Yvonne Förster. Die Ursachen für den Niedergang wurden bereits in den Jahren 2015/2016 gesetzt.

In der damaligen Spielzeit nahmen die Rollers neben dem nationalen Bundesligaengagement, auch als Ausrichter und Teilnehmer am Champions Cup Finalturnier teil. Zu diesem Zeitpunkt sah sich der Verein neben der einschneidenden infrastrukturellen Veränderung - ausgelöst durch den Umzug nach Mosel - auch einer Umstrukturierung im Vorstand- und Managementbereich gegenüber.

Durch fachliche Unzulänglichkeiten in der Budgetplanung kam es zu erheblichen Zahlungsschwierigkeiten und offenen Rechnungen, welche sich als sehr hartnäckig herausstellen sollten.

"Nach Sichtung und Klärung aller Belange, sah sich der Verein einem Gesamtfehlbetrag von etwa 100.000 Euro bei einem Jahresbudget von 150.000 Euro gegenüber", so Frau Förster. Trotz intensiver Bemühungen gelang es 2019 nicht, weitere potente Sponsoren und Unterstützer an Bord zu holen, die Fortführung des Spielbetriebes ist von entscheidender Wichtigkeit für den Erhalt der Bundesligalizenz, auch wenn die Rollers, unabhängig vom sportlichen Abschneiden in der laufenden Spielzeit, den freiwilligen Rückzug mit der nächsten Saison in die 2. Bundesliga antreten werden.