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Bundesweit einheitliche Notrufnummern

Interview mit dem "Notruf-Erfinder" Siegfried Steiger

Zwickau. 

Zum Ärzteball am 8. März in Zwickaus "Neuer Welt" wird ein ganz besonderer Ehrengast erwartet - Siegfried Steiger. Der Begründer der bundesweit einheitlichen Freischaltung der Notrufnummern 110 und 112 sowie der Notrufsäulen an deutschen Autobahnen wird Ausführungen zum Geschichte des Notrufs in Deutschland machen. Der 1929 in Schönberg geborene Vogtländer gründete nach dem tragischen Unfalltod seines Sohnes, zu dem die Rettungskräfte zu spät eintrafen, die Björn-Steiger-Stiftung. BLICK-Reporter Reinhard Peter sprach mit ihm.

Nüchtern betrachtet wäre ohne das persönliche Schicksal sicherlich noch eine lange Zeit vergangen, ehe - wenn überhaupt - die 112 die Notwendigkeit als Notruf erlangt hätte?

Alle Ministerien behaupteten, der Notruf ist unbezahlbar, aber keiner wusste, was es kostet. Ich fragte nach und rief alle Nordwürttemberger Landräte an und sagte: Wenn Sie sich mit nur 20.000 DM an unserer Notruf-Aktion beteiligen, bekommen Sie für alle Ortsnetze Ihres Landkreises die 110 und 112. Da machten alle mit. Das war die erste flächendeckende Einführung des Notrufs 112 weltweit.

Der gesamte Aufbau der DRF lief unter Vollfinanzierung der Björn-Steiger-Stiftung. Die Stiftung hatte schon 1971 dem Bundesverteidigungsminister angeboten, dass sie für die Luftrettung Ärzte, Sanitäter und das medizinische Equipment zur Verfügung stellt, wenn die Bundeswehr Piloten und Hubschrauber vorhält.

Zu ihrem Tanzpartner im "Silberschwan" Klaus Koch und ihrem Tanzlehrer Helmut Seifert, der den "Lipsi" erfunden hat, besteht kein Kontakt mehr. Wir werden in Zwickau sicher wieder interessante Menschen kennenlernen, gute Gespräche führen und uns vor allem vergnügen.