Bunt, bunter, Stützmauer in Steinpleis

Projekt "MitBestimmer" haben ihr erstes Vorhaben erfolgreich umgesetzt

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Jakob Oehler und die "MitBestimmer" haben ihr erstes Projekt erfolgreich beendet. Foto: Michel

Werdau. Jakob Oehler, Nana Drese und ihre jugendlichen Mitstreiter der Gruppe "MitBestimmer" blicken absolut zufrieden auf ihr erstes Projekt. Die Beton-Stützmauer zwischen der Bushaltestelle und dem Eingang des Stadtparks an der Hauptstraße in Steinpleis präsentiert sich seit vorigem Samstag als bunter Hingucker, nachdem die Werdauer Jugendlichen gemeinsam mit acht Graffiti-Künstlern aus der Region hier Hand angelegt hatten. "Wir waren zeitweise bis zu 50 Leute, die gesprayt, Musik gemacht oder etwas für unsere Versorgung getan haben", sagte Jakob Oehler, nachdem er gerade seine letzten "Striche" auf den Beton gesprüht hatte.

Erstmals wird die Mitgesaltung sichtbar

Fast gleichzeitig waren auch die Profi-Künstler mit ihren Arbeiten fertig und betrachteten ihre Werke von der anderen Straßenseite. "Direkt vor der Wand wirkt das Ganze nicht so wie aus der Ferne", lachte Rico Gruner, der mit "seinen Jungs" aus Chemnitz und Senftenberg von den "MitBestimmer"-Jugendlichen für ihr Projekt angesprochen wurde. Allerdings hätte sich der Zwickauer eine größere Fläche als die kleine Stützmauer gewünscht. "Ich arbeite sehr gerne auf Leitern und Gerüsten, wo ich mich voll austun kann", meinte Rico Gruner, der trotzdem das Projekt der Werdauer Jugendlichen gerne unterstützt hat.

"Mit unserer ersten Graffiti-Aktion 'Jetzt wird's bunt' haben wir bewiesen, dass wir in Werdau präsent sind und die Stadt mitgestalten können" freute sich Nana Drese, der am Samstag freilich die vielen neugierigen Blicke der vorbeikommenden Autofahrer und Fußgänger nicht verborgen geblieben sind. Auch Werdaus Oberbürgermeister Stefan Czarnecki stattete den Sprayern einen kurzen Besuch ab. "Wir werden uns am Mittwoch zusammensetzen und über ein neues Projekt reden. Die Aktion in Steinpleis soll keine Eintagsfliege gewesen sein", betonte Jakob Oehler. In Werdau gebe es noch genügend Freiräume dafür.