Burgen und Bauernhöfe locken Besucher ins Haus

Sonderausstellung Puppen- und Spielzeugmuseum zeigt Figuren aus Elastolin

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Im Puppen- und Spielzeugmuseum gibt es bis Herbst die Sonderausstellung "Burgen und Bauernhöfe". Foto: Nicole Schwalbe

Lichtenstein. Vor 21 Jahren hat Jörg Flämig gemeinsam mit seinen Eltern das Puppen- und Spielzeugmuseum eröffnet. "Meine Großmutter, Gertrud Flämig, hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine riesige Sammlung an Puppen, da hatten wir die Idee, dieses Museum zu eröffnen", erinnert er sich. Immer im Wechsel gibt es verschiedene Sonderausstellungen. Genau 2187 Besucher sahen bisher die Ausstellung "Burgen und Bauernhöfe", die noch bis zum Herbst zu sehen sein wird.

Hierbei handelt es sich um Bauernhöfe und Burgen aus Holz und Figuren aus Lineol, die zwischen 1880 und 1930 hergestellt worden sind. "Vor allem die Soldaten-Figuren stammen von der Firma Elastolin Lineol", so Flämig. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte der Firmengründer von Elastolin, Oskar Wilhelm Wiederholz, Spielzeugfiguren aus Leinöl und Baumharz, die noch heute im Puppen- und Spielzeugmuseum gut erhalten zu bewundern sind. "Alles, was die Besucher hier sehen, haben wir über die Jahre zusammengekauft", sagt Flämig.

Darunter sind auch oft defekte Teile. Der 53-jährige Museumsinhaber betätigt sich in solchen Fällen als Puppen- und Spielzeugdoktor, während seine Frau Katrin das Café führt. "Heutige Puppen werden allerdings so produziert, dass man sie nicht reparieren kann, aber Puppen, die vor dem Jahre 2000 hergestellt wurden, lassen sich in der Regel noch flicken."