Burgen und Schlösser aus Pappkarton

Ausstellung Neue Schau im Schloss Wolkenburg

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Schlösser und Burgen aus Pappkarton sind jetzt in Wolkenburg ausgestellt. Foto: Steffi Hofmann

Wolkenburg. Er braucht nicht viel Material, um seine Kunstwerke zu schaffen - Pappkarton, ein Lineal, Leim, Stifte und eine Schere. Bedeutend wichtiger ist allerdings das Handwerk, das dahinter steckt. Fingerspitzengefühl und gute Augen sind Voraussetzung für die Burgen und Schlösser en miniature, die der Waldenburger Horst Oschmann seit Jahrzehnten fertigt.

Eine Vielzahl davon ist jetzt in einer neuen Ausstellung im Schloss Wolkenburg zu sehen. Schlösser aus dem Muldental, dem Zschopautal oder dem Elbtal reihen sich da zum Beispiel an die Leuchtenburg bei Jena und das Schloss Wolkenburg. "In Wolkenburg gefällt mir besonders der Innenhof. Das Eingangstor ist auch sehr schön", erzählt Horst Oschmann.

Orte, an denen Menschen sich gern aufhalten

Besucht hat der Rentner in seinem Leben über 200 alte Bauwerke. Doch nur restaurierte Burgen und Schlösser wurden von ihm nachgebaut. "Ich wollte keine Ruinen oder Baustellen, sondern Orte, an denen sich Menschen gern aufhalten und die schön anzusehen sind", erklärt er.

Mehrere Stunden am Tag nahm er sich stets Zeit für sein Modelle, die er entweder im Maßstab 1:250 oder 1:300 fertigte. Die Materialen dafür kaufte er in Schreibwarenläden. Wenn ihm ein besonders schönes Papiermotiv in Katalogen ins Auge fiel, schnitt er auch das aus und versetzte den Bauwerken somit einen besonderen Charme.

Hobby aus der Not heraus

Zum Hobby der Bastelei kam Horst Oschmann übrigens aus einer Not heraus. Seine große Leidenschaft sind nämlich eigentlich Modellbahnen - und zwar der Spur Z. "In dieser Größe gab es aber früher kein Zubehör, also keine Häuser oder Bäume", erinnert er sich.

Somit habe er als Schüler begonnen, aus einem alten Schuhkarton die ersten Modelle für seine Bahn zu bauen. Die Ausstellung ist bis zum 7. Januar 2018, dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr im Schloss Wolkenburg zu sehen.