CDU setzt auf André Raphael

OB-Wahl Bewerber spricht über Ursachen für Wechsel

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Der CDU-Stadtverband setzt auf André Raphael. Foto: Frenzel

Crimmitschau. André Raphael geht zu den Oberbürgermeisterwahlen, die am 21. Mai stattfinden, für den CDU-Stadtverband ins Rennen. Der 54-jährige Rechtsanwalt wurde am Montagabend bei einer Mitgliederversammlung im Café "Carpe Diem" nominiert - mit 17 Ja- und zwei Nein-Stimmen.

Die Veranstaltung haben rund 30 Bürger verfolgt. Schließlich kommt es zu einem spektakulären Wechsel in der Kommunalpolitik von Crimmitschau. André Raphael gehörte mehr als ein Jahrzehnt zu den prägenden Köpfen der Bürgervereinigung "Für Crimmitschau". Nun entschied sich der parteilose Langenreinsdorfer für den Wechsel zum CDU-Stadtverband.

Am Montagabend hat André Raphael erstmals über die Gründe gesprochen. Die Pläne zum Bau einer Justizvollzugsanstalt (2011) und die Ablehnung des Sanierungskonzeptes für die Wohnungsgesellschaft (2015) stimmten ihn in den letzten Jahren nachdenklich. Die Annahme von Spenden für die Postmeilensäule (2016) hätte das Fass zum Überlaufen gebracht. "Es war klar, dass wir künftig getrennte Wege gehen", sagt André Raphael zum Bruch mit Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau).

Am Ende des letzten Jahres hätten etliche Bürger ihn aufgefordert bei den Oberbürgermeisterwahlen an den Start zu gehen. "Die Leute haben mich gefragt, wann ich meiner Verantwortung gerecht werde", erzählt Raphael.

In seiner 20-minütigen Vorstellung hat André Raphael schon einige Eckpunkte für das Wahlprogramm angedeutet. Er will Spenden für ein Crimmitschau-Stipendium und eine Bürgerstiftung sammeln. Sein Ziel: Das Wir-Gefühl in Crimmitschau muss gestärkt werden. Raphael machte deutlich, dass die Stadt schuldenfrei ist und mit jeweils zwei Museen und Freibädern sowie Kunsteisstadion und Theater eine ganze Menge zu bieten hat. "Ich kenne keine Stadt, die weniger als 20.000 Einwohner hat und so viele Angebote vorhalten kann", sagte Raphael.

Er kopierte einen Spruch des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog und forderte: "Es muss ein Ruck durch Crimmitschau gehen." Die Ansatzpunkte von André Raphael: Crimmitschau würde mehr hochwertigen Wohnraum und größere Eigenheimstandorte benötigen. Zudem gibt es einen großen Sanierungsbedarf an den Straßen in Süd- und Nordstadt. Der CDU-Bewerber schlägt zudem den Neubau einer Mehrzweckhalle für Sport- und Kulturveranstaltungen in der Nordstadt vor.