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Chorleiter freut sich über Auszeichnung

Musik Andreas Bayer bekommt den Helmut-Bräutigam-Preis

Crimmitschau. 

Crimmitschau. Andreas Bayer, Leiter des Kirchenchors der katholischen Kirche in Crimmitschau, hat vor wenigen Tagen den Helmut-Bräutigam-Preis erhalten. Damit soll sein außerordentlich verdienstvolles soziales und musikalisches Wirken gewürdigt werden. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des Weihnachtskonzertes und wurde durch Oberbürgermeister André Raphael (CDU) in der St. Laurentiuskirche vorgenommen. Zugleich schrieb sich der 55-Jährige in das Ehrenbuch der Stadt ein. Die Ehrung trägt ausschließlich ideellen Charakter und ist nicht mit einer finanziellen Zuwendung verbunden.

Die musikalische Ausbildung von Andreas Bayer begann an der Musikschule und unter anderem mit einem Fernstudium der Musikpädagogik fortgesetzt. Bereits seit seiner Jugend war der gebürtige Crimmitschauer aktiv im kirchenmusikalischen Bereich tätig. Zusätzlich zur Leitung des Kirchenchors gründete Andreas Bayer vor elf Jahren einen Gospelchor, der mittlerweile überregionale Bedeutung hat. Der Chor vereint Katholiken, Protestanten und Konfessionslose. Damit wird ein wertvoller Beitrag für die Ökumene geleistet. Neben seinem musikalischen Engagement ist Andreas Bayer auch aktives Mitglied des Runden Tisches für Integration in Crimmitschau.

Bewahrung des musikalischen Erbes von Helmut Bräutigam

Mit dem Preis, der seit 2006 verliehen wird, sollen Initiativen zur Bewahrung des musikalischen Erbes eines bekannten Crimmitschauers gewürdigt werden: Helmut Bräutigam wurde am 16. Februar 1914 in Crimmitschau als Sohn des damaligen Johanniskirchen-Kantors Paul Bräutigam geboren. Bereits mit sieben Jahren erhielt er Instrumentalunterricht. Er konnte schließlich Violine, Klavier, Orgel, Viola, Violoncello und einige Blasinstrumente spielen. Bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1942 schuf er Orgel- und Kammermusiken sowie Lieder, die bis heute Bestand haben. So wurden beispielsweise seine Weihnachtsmotetten erst im vergangenen Jahr erneut von den "Thomanern" in der Thomaskirche in Leipzig zur Aufführung gebracht.