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Clara Schumanns Nachkommen auf Besuch

Jubiläum Ur-Großnichten erleben Originalprogramm vom 26. Oktober 1888

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Zwickau. Es war Peggy Schumann Pahoulis erster Besuch in Deutschland und sie zeigte sich von den Emotionen überwältigt. Schon vor der Büste ihrer Ururgroßmutter, um deren Schultern ein originaler Hermelin von Clara hängt. Auch das Konzert fand sie "sensationell", bedauerte es, bei der 13. Schumann-Gala am nächsten Tag nicht dabei sein zu können. "Ich werde in Leipzig zur Eröffnung des neuen Schumann-Museums erwartet", entschuldigte sich Claras Ururenkelin, die sich sehr freute, in Zwickau ihre Cousine Aenne Ohnesorg kennengelernt zu haben, die zu Claras Geburtstag aus München angereist war.

Ihre Schwester Claudia Langer kam aus Trier. Die beiden sind Claras Ur-Großnichten und Ururenkelinnen von Claras Bruder Woldemar Bargiel. Zusammen besuchten sie die Schumann-Gala mit dem Originalprogramm des Clara-Schumanns-Festkonzert vom 26. Oktober 1888. Claudia Lanfer, selbst studierte Musikerin, hörte zum ersten Mal den Marsch aus der Feder ihrer Urgroßtante. "Ich war ganz erstaunt darüber. Ich fand auch die Einführung von Dr. Nauhaus ganz wunderbar. Dabei erfuhr das Publikum so viel Informatives und Interessantes über das Programm, das so hervorragend von dem GMD Leo Siberski gestaltet wurde", sagte die ehemalige Gymnasiallehrerin für Musik und Französisch.

Gerd Nauhaus, Ehrenmitglied und langjähriger Ehrenvorsitzender der Zwickauer Robert-Schumann-Gesellschaft sagte: "Als wir 2007 die erste Schumann-Gala aus der Taufe hoben, haben wir uns damals nicht träumen können, dass wir jetzt die 13. Schumann-Gala mit Original-Programmen präsentieren würden. Nun darf ich verraten: bei diesem großen Zuspruch haben wir schon die Idee für die 14. Auflage, die heute allerdings noch nicht verraten wird". Claras Urgroßnichte Claudia Lanfer verriet, dass das Konzert in der Lukaskirche für sie eine besondere Bedeutung hat, weil sie selbst Großmutter eines Zwillingspaars ist, das 200 Jahre nach ihrer Urgroßtante geboren wurde. "Sie sind jetzt genau fünf Monate alt, das Mädchen heißt tatsächlich Clara und der Junge Lukas, und wir hörten Claras Musik in der Lukaskirche."



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