Clown- und Harlekin-Bilder locken zur Burg

Sonderausstellung Werke von Expressionist Heinz Tetzner

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Bürgermeister Tino Obst hat für Burgleiterin Ina Schumann eine selbstgebaute Süßigkeiten-Burg mitgebracht. Foto: Nicole Schwalbe

Schönfels. Die Räume der Burg Schönfels zieren seit dem 28. Mai expressive Kunstwerke von Heinz Tetzner, der 1920 in Gersdorf geboren wurde und 2007 dort verstarb. In den Jahren seines künstlerischen Schaffens malte Heinz Tetzner vielschichtige Menschen-, Tier- und Landschaftsbilder. Er sagte: "Die Kunst ist kein geschicktes Abmalen der Dinge, sondern ein persönliches Deuten des Erschauten und Erlebten."

Kunst war seine Berufung, darum nahm er es auch in Kauf, dass er und seine Familie mit der brotlosen Kunst in eher bescheidenen Verhältnissen lebte. "Glücklichsein ist mehr wert als alles Geld der Welt", sagte seine Tochter, Gabriele Rabe, bei der Vernissage. Sie selbst malt nur privat. "Ich wollte nie mit meinem Vater verglichen werden", gesteht Rabe.

Später Expressionismus und eine Süßigkeiten-Burg

Zur Eröffnung der Sonderausstellung "Später Expressionismus" kamen viele Kunstfreunde. Die musikalische Umrahmung auf der Klarinette vollführte Frank Klüger, Lehrer am Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau. Nach ein paar einleitenden Worten des neuen Bürgermeisters Tino Obst, überraschte dieser die Gäste. Er überreichte Ina Schumann, der Burg- und Museumsleiterin, eine selbstgebaute Burg. In dieser befanden sich jede Menge Süßigkeiten.

"Dem Team von Ina Schumann ist es zu verdanken, dass es immer wieder so schöne Ausstellungen in der Burg gibt", sagte Tino Obst. Die "Süßigkeiten-Burg" wurde mit großer Freude entgegengenommen und wird für weitere kreative Eingebungen der Burg- und Museumsleiterin sorgen. Die Ausstellung ist bis zum 23. Juli zu sehen. Vor allem die als Psychogramme gemalten Harlekin- und Clowns-Bilder sind eine Anreise wert.