Comiczeichner bringt Kreativität ins Mutter-Kind-Haus

Freizeit Zum Jubiläum steht ein Trickfilm auf der Wunschliste

Leubnitz. 

Leubnitz. Mit Anja Rutschkowski ist die Kunst ins Mutter-Kind-Haus im Werdauer Ortsteil Leubnitz eingezogen. Denn die Heilerziehungspflegerin, die seit Februar 2018 in der Kinderarche-Einrichtung arbeitet, kann ohne Kunst nicht sein. Sie selbst malt und zeichnet etwa seit dem 20. Lebensjahr. Jetzt möchte sie den Müttern und Mädchen Lust auf ihre eigene Kreativität machen. Sie startete mit einigen jungen Frauen ein Kunstprojekt, in dem berühmte Werke als Inspiration für die eigene Kunst dienten.

Jetzt hat sie den Comiczeichner Jörg Halsema ins Mutter-Kind-Haus eingeladen, damit er den Frauen einen Einblick ins Trickfilm-Zeichnen gibt. Vier Mütter haben sich an diesem Abend im Begegnungsraum versammelt und schauen den Zeichner erwartungsvoll an. Der hat natürlich etwas mitgebracht: ein paar Karikaturen, die er herumgibt und die sofort für fröhliches Kichern sorgen. "Trotz Computertechnik wird für Zeichentrickfilme noch immer viel von Hand gezeichnet", erzählt Jörg Halsema, der unter anderem für die Dresdner Balance Filmgesellschaft zeichnet.

 

 

 

Geduld am Ende eines langen Tages, nachdem alle Aufgaben erledigt sind und das Kind endlich im Bett liegt, das ist von den Müttern viel verlangt. Dennoch lassen sie sich auf die Aufgabe "Porträt-Zeichnen" ein. Zuerst schauen sie dem Profi über die Schulter, wie er Anja Rutschkowski zeichnet. Einmal normal, einmal viel zu dünn, einmal viel zu dick. "Es kommt darauf an, das Charakteristische eines Menschen einzufangen", sagt Halsema.

 

Künstler möchte zukünftige Projekte unterstützen

 

Mittlerweile bewegt Einrichtungsleiterin Birgit Wiesner die Idee, für das 30-jährige Jubiläum des Hauses im kommenden Jahr vielleicht einen Trickfilm zu produzieren. Jörg Halsema könnte es sich vorstellen, regelmäßig mit den Müttern und Mädchen daran zu arbeiten. "Hier haben die Frauen mal Zeit für sich", sagt Birgit Wiesner.