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Corona-Helfer werden in Hohenstein-Ernstthal verabschiedet

EInsatz Im Bethlehemstift hat sich die Situation wieder normalisiert

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Im Dezember hatte das Seniorenheim im Bethlehemstift in Hohenstein-Ernstthal mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. Bewohner und Mitarbeiter infizierten sich trotz der Sicherheitsmaßnahmen.

Bundeswehr als wichtige Institution im Land

Neben Erkrankten gab es auch viele Mitarbeitende in Quarantäne. Um Engpässe zu vermeiden, kamen als Helfer auch Bundeswehrsoldaten in die Einrichtung. "Das hat völlig reibungslos funktioniert", freute sich Einrichtungsleiter Thomas Rüffer, der nun mit Darrell Halang und Timo Gertig die beiden letzten Bundeswehrsoldaten verabschieden konnte. Denn die Situation hat sich normalisiert. Corona-Fälle gibt es im Bethlehemstift derzeit nicht mehr.

Für die Soldaten war der Einsatz etwas Besonderes, denn eine Tätigkeit so nah an Menschen ist für sie selten. "Wir wurden richtig gut aufgenommen", sagt Timo Gertig, der in Limbach-Oberfrohna zuhause ist und zum Panzerpionierbataillon 307 im thüringischen Gera gehört. Bevor er mit weiteren Kameraden ins Bethlehemstift kam, half er bereits in einem Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung. "Das war schon manchmal nervenaufreibend", erinnert sich der Zeitsoldat, der aufgrund des Einsatzes erstmals seit Jahren zu Weihnachten nicht frei hatte.

Koordiniert wurden die Corona-Einsätze, die es auch in verschiedenen anderen Einrichtungen der Region gab, über das Kreisverbindungskommando Zwickau, das die Verknüpfungsstelle der Bundeswehr zu den Landkreisen ist.

Angefordert werden konnten die Helfer aber nicht von den Einrichtungen selbst, sondern über die Kommunen. "Es war für uns eine ganz neue Situation", erinnert sich der Hohenstein-Ernstthaler Oberbürgermeister Lars Kluge an die Lage im Dezember, bei der nicht abzuschätzen gewesen sei, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt. Der Einsatz hat für Kluge gezeigt, wie wichtig die Bundeswehr als Institution im Land ist.