Crimmitschau bittet Haus-Eigentümer zur Kasse

Zentrum Bisher wurden rund 146.000 Euro eingenommen

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Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller hat im Stadtrat über die Ausgleichsbeiträge informiert. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Eigentümer von Häusern und Eigentumswohnungen in der Innenstadt werden zur Kasse gebeten. Grund ist der Abschluss der Aufwertung im Sanierungsgebiet "Erweitertes Stadtzentrum". Bereits kurz nach der Wende hat der Stadtrat in Crimmitschau beschlossen, Sanierungsgebiete in der Innenstadt festzulegen. Die räumlichen Grenzen haben sich seitdem immer wieder leicht verschoben. Dabei konnten rund 11,5 Millionen Euro in die Aufwertung des Stadtzentrums investiert werden. Die Zahl hat die Stadt mitgeteilt.

Mit Fördermitteln von Bund und Freistaat sowie Eigenmitteln aus dem Stadtsäckel konnten Theater, Rathaus und Stadthäuser auf Vordermann gebracht werden. Die genannten Investitionen sorgen für einen höheren Bodenwert. Deshalb schreibt der Gesetzgeber vor, dass ein Teil der Kosten über Ausgleichsbeiträge auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden. "Das ist keine Idee von Crimmitschau. Dazu sind wir einfach verpflichtet", sagt Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller. Er macht deutlich: Rund um den Markt gibt es 146 Grundstücke, für die Ausgleichsbeiträge fällig werden.

In einigen Häusern befinden sich Eigentumswohnungen. Deshalb gibt es 214 Eigentümer, die zur Kasse gebeten werden. Davon haben bisher schon 165 Eigentümer das Geld auf freiwilliger Basis überwiesen. So sind rund 146.000 Euro in die Stadtkasse geflossen.

Zur Wertentwicklung der restlichen 49 Gebäude und Eigentumswohnungen sollen nun Gutachten von Experten angefertigt werden.