Crimmitschauer Taubenmarkt mit Postmeilensäule?

Stellprobe Modell sollte Entscheidung unterstützen

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Die Diskussion um eine Postmeilensäule am Taubenmarkt ist einen Schritt vorangekommen. Foto: Thomas Michel

Crimmitschau. Michael Popp "durfte" mit zwei Kollegen des Städtischen Baubetriebshofes am Samstagnachmittag Überstunden schieben. Denn in der Diskussion um den Nachbau einer historischen Postmeilensäule in der Crimmitschauer Fußgängerzone stand eine Stellprobe auf dem Programm, mit der für die leidige Frage um den künftigen Standortes der Säule Klarheit geschaffen werden sollte. Zwar wurde im Januar noch unter Oberbürgermeister Holm Günther eine entsprechende Baugenehmigung mit dem Taubenmarkt als Standort erteilt, was allerdings nicht das geschlossene Echo der Crimmitschauer traf.

"Einen besseren Standort als der Eingangsbereich der Fußgängerzone am Taubenmarkt gibt es einfach nicht", wiederholte der Ex-OB zum Vor-Ort-Termin und ließ das im Baubetriebshof angefertigte hölzerne Modell auf dem dafür vorgesehenen Platz aufbauen. Michael Popp & Co. hatten noch einen älteren Plan, so dass sie ihre Holzkonstruktion auf dem Taubenmarkt zweimal aufbauen mussten.

Standort scheint sich durchgesetzt zu haben

"Auf dem Taubenmarkt stand in der Historie nie eine Postmeilensäule", gab Heinrich Otto vom Crimmitschauer Heimatverein unter Hinweis auf der einstigen Bebauung des Areals zu bedenken und löste eine Grundsatzdiskussion aus. Die setzte sich auch am alternativen Postmeilensäulen-Standort vor dem Vereinshof fort.

Dennoch schien sich der Standort auf dem Taubenmarkt bei den Anwesenden am Ende durchgesetzt zu haben. Der amtierende Oberbürgermeister André Raphael bestätigte diese Annahme und kündigte die nächsten Schritte an.