Cunersdorf: Winterstorch "Adi" lässt sich's schmecken

Tiere Adi findet Gesellschaft bei flügellahmen Storch des Hirschfelder Tierparks

Cunersdorf. 

Cunersdorf. Storchenfreunde im westsächsischen Cunersdorf können aufatmen. Der Winterstorch, den Einheimische auf den Namen "Adi" getauft haben, hat die Stürme der zurückliegenden Tage offensichtlich wohlbehalten überstanden. Mitte der Woche konnte er dabei beobachtet werden, wie er unweit seines Nestes über eine Wiese am Bachrand stakste und dabei nach Futter suchte.

"Ich hatte bei den Stürmen schon ein ungutes Gefühl. Man kann ja nie voraussagen ob so ein Storchennest in 27 Metern Höhe den Naturgewalten gewachsen ist. Es hat dort oben bestimmt richtig heftig gepfiffen. Schön, dass es dem Storch gut geht", meinte ein Anwohner. Auch wenn der Tisch für "Adi" im Moment noch nicht allzu reichlich gedeckt ist, dürfte er auf den Wiesen Dank der recht milden Witterung schon genügend größere Insekten, deren Larven oder vielleicht auch den einen oder anderen Regenwurm finden. Da auch die Bäche bislang nicht zugefroren sind, kann "Adi" selbst dort auf Nahrungssuche gehen, um seinen Hunger zu stillen. Zwar hat sich der Winter noch nicht aus der Region verabschiedet, dennoch hat der Storch in Anbetracht des vergleichsweise harmlosen Winters gute Chancen, die kalte Jahreszeit als seltener Wintergast wohlbehalten zu überstehen. Weshalb er im Spätsommer des vergangenen Jahres nicht seinen Instinkten folgte und sich zusammen mit seinen Artgenossen in wärmere Gefilde aufgemacht hat, bleibt wohl sein Geheimnis.

Gänzlich einsam war er in den zurückliegenden Monaten übrigens nicht. Bei einem flügellahmen Storch, der im Hirschfelder Tierpark lebt, fand er immer wieder tierische Gesellschaft.