Daetz-Stiftung setzt alles auf Neuausrichtung

Daetz-Centrum Ideenaustausch von Stadt, Stiftung und Bürgern

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Im Daetz-Centrum Lichtenstein wird nach neuen Ideen gesucht. Foto: Markus Pfeifer

Lichtenstein. Im Lichtensteiner Daetz-Centrum wird es perspektivisch Veränderungen geben müssen, das ist spätestens klar, seit der Lichtensteiner Stadtrat beschlossen hat, den derzeitigen Vertrag mit der Daetz-Stiftung zu kündigen. Bis einschließlich 2017 regelt er den Betrieb der hochkarätigen Holzbildhauerausstellung mit mehr als 500 Exponaten aus aller Welt in der Dauerausstellung sowie regelmäßigen Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Die Zuschüsse von rund 200.000 Euro jährlich sind für die klamme Stadt Lichtenstein einfach zu viel.

Bürgermeister Thomas Nordheim und die Mehrheit der Stadträte wollen das Daetz-Centrum aber trotz der Entscheidung nicht zwangsläufig schließen, sondern streben eine Neuausrichtung an, die in den nächsten Monaten geplant werden soll. Auch Stifter Peter Daetz will sich dabei einbringen. "Ich habe Ideen, aber das können nur Anregungen sein", so Daetz, dem ein Kultur- und Bildungszentrum vorschwebt, von dem die Bevölkerung mehr profitiert als bisher. Deshalb sollen Stadtverwaltung, Bevölkerung und Stiftung diskutieren und ein Konzept finden.

Am Samstag, den 28. Januar, von 10 bis 12 Uhr sowie 6. und 7. Februar jeweils zwischen 14 und 17 Uhr soll des deshalb Stiftungstage im Daetz-Centrum geben, bei denen sich die Daetz-Stiftung der Bevölkerung vorstellen und mit den Menschen ins Gespräch kommen will.

Einfach wird eine Neuausrichtung vermutlich aber dennoch nicht. Denn in der Vergangenheit scheiterten mehrfach neue Ideen, unter anderem mit Blick auf einen markanteren Namen der Einrichtung, am Widerstand der Daetz-Stiftung.