Dali lockt Besucher nach Glauchau

Museum Kunstwerke noch bis zum 1. Oktober zu sehen

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Museumsleiter Thorsten Dahlberg freut sich über das große Interesse an der Dali-Schau. Foto: Holger Frenzel

Glauchau. Mit dieser Ausstellung haben Museum und Kunstsammlung im Schloss Hinterglauchau einen Volltreffer gelandet: Bereits mehr als 1.000 Besucher schauten sich in den letzten vier Wochen die Arbeiten von Salvador Dali an.

Ansturm auf Dalis Kunstwerke

"An den Wochenenden haben sich zuletzt sogar Warteschlangen an der Kasse gebildet. Mit der Ausstellung erreichen wir auch Gäste aus Leipzig, Dresden und Hof", sagt Thorsten Dahlberg, Leiter der städtischen Einrichtung.

Er erklärt, dass auch in den nächsten Wochen weiter bei Sonderführungen über die Werke des spanischen Meisters informiert wird. Salvador Dali ist - auch 28 Jahre nach seinem Tod - momentan in aller Munde.

Der Grund: Im Juli wurde sein Grab im "Theater-Museum" in der katalanischen Stadt Figueres geöffnet, um vom einbalsamierten Leichnam mehrere Proben von Knochen und Haaren für einen Vaterschaftstest zu entnehmen. Die Ergebnisse sollen bis Mitte September vorliegen. Eine Richterin in Madrid hatte zuvor grünes Licht dafür gegeben.

Aber warum das Ganze?

Eine 61-jährige Frau verlangt, als Dalis uneheliche Tochter anerkannt zu werden. "Die Berichterstattung zu dem Thema spielt uns natürlich in die Karten. Damit wird Interesse an den Arbeiten von Salvador Dali geweckt", sagt Thorsten Dahlberg.

Die Ausstellung zeigt ein umfangreiches Werk an Illustrationen aus verschiedenen Schaffensperioden des Meisters. Es sind mehr als 100 Arbeiten aus den bekannten Zyklen "Don Quichotte de la Manche", "Le Songes de Pantagruel" und "Die Göttliche Komödie". Die Arbeiten stammen aus der weltbekannten Sammlung von Helmut Rebmann.

Während der Ausstellung sind die Kataloge "Salvador Dali und die Apokalypse de Saint Jean" und "Salvador Dali der Illustrator" erhältlich. Ebenso liegt für Interessenten das druckgrafische Gesamtwerkverzeichnis aus der Zeit von 1924 bis 1980 zur Einsichtnahme vor.

Noch bis Oktober geöffnet

Die Schau wird bis 1. Oktober gezeigt. Das Museum hat von Dienstag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.