Damals in der DDR

Museum Deutsches Landwirtschaftsmuseum in Blankenhain ist um einige Exponate reicher

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Steffen Talhi (rechts) gewährte Familie Heiber einen Blick in die neu gestaltete Flüchtlingswohnung. Foto: Thomas Michel

Blankenhain . Falk Stier und Steffen Talhi haben in den vergangenen Wochen und Monaten im Deutschen Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain ganze Arbeit geleistet.

Das Ergebnis konnten sich am Sonntagnachmittag die ersten Besucher vor Ort anschauen, als Museumschef Jürgen Knauss im Rahmen seiner Sonderführung "Damals in der DDR" nach einer dreijährigen Baupause das sogenannte Vorschloss wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte."Die Sanierungsarbeiten an diesem Gebäude waren dringend notwendig, wir haben die Zeit genutzt und die Ausstellungen zur DDR-Geschichte neu- und umgestaltet", sagte der Historiker.

Mehrere Zimmer zeigen das tägliche Leben

Und die beiden jungen Männer haben in den Räumen des Vorschlosses mehrere Aspekte der DDR-Geschichte museal überarbeitet. So beispielsweise wurde im Erdgeschoss eine Flüchtlingswohnung aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg mehr oder weniger nachgestaltet. "Im damaligen Rittergut haben seinerzeit viele aus Polen und Tschechien vertriebene Deutsche ein Zuhause gefunden", erzählte Steffen Talhi und zeigte auf originale Papiere aus jener Zeit.

Auf der anderen Seite des Erdgeschosses wurde die Praxis eines Tierarztes installiert, wobei bereits der Anblick der betagten Instrumente dem einen oder anderen Besucher kalte Schauer über den Rücken trieb. Sicherlich der neue Besuchermagnet im Obergeschoss ist ein Friseursalon, dessen Mobiliar aus den 1920er-Jahren stammt.