Damit der Nachwuchs in der Region bleibt

Wirtschaft WHZ lädt zur zweiten Regionalkonferenz zur Arbeitsmarktentwicklung

Viele Studierende, die an der Westsächsischen Hochschule Zwickau ausgebildet werden, fänden nach dem Studium in der Region keinen Arbeitsplatz. "Zwei Drittel unserer Absolventen würde gern hier bleiben, aber gut die Hälfte wandert schließlich ab, was wiederum die demografische Entwicklung noch verschärft", erklärt Angela Walter, Professorin für Personalmanagement an der WHZ. Auf der anderen Seite klagen viele Unternehmen über nicht genügend Fachkräfte. Ein Widerspruch, den die Hochschule lösen möchte.

Dazu veranstaltet sie in Zusammenarbeit mit der IHK Chemnitz am Donnerstag und Freitag ihre zweite Regionalkonferenz zur Arbeitsmarktentwicklung in Ostdeutschland. Im Zentralen Hörsaalgebäude am Campus Scheffelstraße debattieren Personalverantwortliche, Hochschullehrer und Studenten über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und darüber, wie sich Fachkräfte langfristig an die Region binden lassen. Den Unternehmen scheint einerseits der Nachwuchs auszugehen, andererseits werden die Belegschaften in den Betrieben immer älter. Hier sind Strategien gefragt. Es soll auch darüber gesprochen werden, wie sich das Wissen von den Alten auf die Jungen übertragen lässt. Die erste Regionalkonferenz reicht ein Jahr zurück. Am 17. September 2014 war an der Zwickauer Hochschule schon einmal über das Thema diskutiert worden. Über 100 Teilnehmer hatten die Veranstalter damals gezählt. Neu in diesem Jahr: Am zweiten Tag der Veranstaltung wird die Perspektive auf die europäischen und internationalen Märkte ausgedehnt, im Fokus steht vor allem Osteuropa.

Vertreter von rund 70 Unternehmen hätten bereits ihre Teilnahme zugesagt, so Professorin Walter. Die Frist für Anmeldungen wurde bis zum Dienstag verlängert.