Dammbalken schützen Bauhof

Hochwasser Neue Technik kostet rund 15.000 Euro

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Michael Popp hat das neue Dammbalkensystem probeweise installiert. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Der Baubetriebshof an der Amselstraße in Crimmitschau ist besser vor einer Überschwemmung geschützt. Für rund 15.000 Euro wurde ein neues Dammbalkensystem angeschafft. Die Aluminiumkonstruktion kann vor den Türen und den niedrigen Fenstern befestigt werden. Dadurch sickert kein Wasser mehr in Büro, Werkstatt und Fahrzeughalle.

Die entsprechenden Teile hat ein Unternehmen aus Thierhaupten im Landkreis Augsburg gefertigt und geliefert. "Wichtig war, dass wir das Dammbalkensystem auch an den großen Toren mit einer Breite von knapp vier Metern ohne Mittelsäule aufbauen können", sagt Baubetriebshof-Leiter Michael Popp mit Blick auf die Konstruktion. Links und rechts befinden sich jeweils die beiden Säulen. Darin werden die Dammbalken befestigt. Am unteren Balken ist ein Gummischutz, um kleinere Unebenheiten an der Bodenplatte ausgleichen zu können. Ein kleines Schild am Baubetriebshof erinnert noch an das Hochwasser vor dreieinhalb Jahren: Am 2. Juni 2013 standen die Wasser- und Schlammmassen rund 45 Zentimeter hoch in den Räumen. "Das Hochwasser hat damals einen Schaden von rund 200.000 Euro hinterlassen", sagt Baubetriebshof-Leiter Michael Popp. Er ist überzeugt: "Durch das neue System sind wir nun vor einem Hochwasser von rund 90 Zentimetern geschützt."

Mit dem Aufbau der Technik wurden fünf von zehn Baubetriebshof-Mitarbeitern vertraut gemacht. Der Grund: Die fünf Männer, die zur Freiwilligen Feuerwehr gehören und damit bei einem Hochwasser anderenorts gebraucht werden, sind im Ernstfall nicht an der Amselstraße. "Der Aufbau der Dammbalken dauert rund 20 Minuten", schätzt Michael Popp ein. Das neue Schutzsystem hat bereits Interesse in der Nachbarschaft geweckt. Bürger und Firmeninhaber erkundigten sich bei Michael Popp in den letzten Wochen nach der Funktionsweise.