DDR-Technik geht in Rente

Verkehr Ampelanlage Humboldtstraße wird erneuert

Zum Monatsbeginn starteten die ersten Arbeiten zur Kabelverlegung für die neue Lichtsignalanlage, die den Straßenbahnübergang an der Humboldtstraße auf Höhe der Bahnhofstraße regeln soll. Die Umbaumaßnahme wird gut 60.000 Euro kosten, wovon jedoch nur ein Viertel den Säckel der Stadt Zwickau belasten wird, da das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit Fördermitteln für die Verbesserung der Bedingungen im schienen- und straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) 75 Prozent der Kosten übernimmt. Die aktuell noch vorhandene Ampelanlage stammt noch aus dem Jahr 1985 und wies in den vergangenen Jahren trotz regelmäßiger Wartung mehr und mehr Störungen auf, was wiederholt zu Beeinträchtigungen des ÖPNV führte. Nach 30 Jahren Betriebszeit ist die Leitungselektronik des Steuergeräts der noch aus dem VEB Gerätewerk Teltow stammenden Lichtsignalanlage schlicht verschlissen. Ersatzteile für das in Zwickau letzte noch aus Vorwendezeiten stammende Steuergerät sind nicht mehr zu finden, weshalb nun auch hier ein modernes Gerät eingesetzt werden wird. Im Zuge der Umrüstung werden auch die ebenso alten und verschlissenen Masten, Signalgeber und Anforderungseinrichtungen erneuert. Im unlängst begonnenen ersten Bauabschnitt sollen neben den im Bereich Alte Reichenbacher Straße und Bahnhofstraße verlegten Kabeltrassen zudem erste Fundamente für die spätere Montage von Masten für die neue, dann mit LED-Signalen ausgestattete Anlage gegossen werden, solange die Witterungsverhältnisse derlei Baumaßnahmen noch zulassen. Während dieser Phase werden sich die Baumaßnahmen höchstens auf den fußläufigen Verkehr und nicht auf den Straßenverkehr auswirken. Die Arbeiten zur Mastaufstellung nach Ende der Frostperiode können den Verkehr auf der Humboldtstraße zeitweise einschränken.