"Demo war ein mächtiges Zeichen"

Politik Zwickauer und Erzgebirger demonstrieren in Berlin

Über 500 Teilnehmer aus Südwestsachsen waren am Samstag bei der Großdemonstration gegen das Freihandelsabkommen TTIP und Ceta in Berlin mit dabei. Laut Veranstalter, zu denen mehr als 30 Organisationen gehörten, haben 250.000 Freihandelsgegner gegen die beiden Abkommen demonstriert, welche die Europäische Union mit den Vereinigten Staaten und Kanada abschließen will. Der Protestmarsch unter dem Motto "Für einen gerechten Welthandel!" war vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zur Siegessäule im Tiergarten gezogen. Die DGB-Region Südwestsachen hatte Busse gestellt, um die Teilnehmer kostenfrei zur Demo zu bringen. Auch Erzgebirger und Zwickauer reihten sich in den Zug, der Jung und Alt vereinte, mit ein. Unter ihnen sieben junge Leute vom Zwickauer Clara-Wieck-Gymnasium. Die Elftklässler brachten auf den Punkt, was auch der Jugend "stinkt": "TTIP ist ein Thema was uns wirklich betrifft. Deshalb finden wir es wichtig bei der Demo mitzumachen. In puncto Wirtschaft geht es um mehr als nur Effizienz. Es geht um Lebens-, Ernährungs- und Gesundheitsstandards. Es geht um unsere Standards, nicht um amerikanische. Wir sind auch gegen Schiedsgerichte und die Aushebelung des Rechts."

Michael Willnecker ist der Kreisvorsitzende des DGB Erzgebirge und er betont: "Die Demo in Berlin war ein mächtiges Zeichen, aber es hätten sich noch viel mehr Menschen anschließen müssen, weil TTIP soziale Standards negativ beeinflussen wird. Viele werden davon betroffen sein und müssten eigentlich lautstark mit uns demonstrieren."