"Der Hauptmann" im Casablanca-Kino

Film Zwickauer Kino zeigt die Geschichte aus der Täterperspektive

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Foto: aerogondo/Getty Images/iStockphoto

Zwickau. Im Kino Casablanca im Zwickauer Alten Gasometer ist am 24. April, 20 Uhr, der aufrüttelnde Antikriegsfilm ""Der Hauptmann" zu sehen. Ein Film, der seine Besucher nachdenklich und betroffen stimmt.

Davon handelt der Film

Die auf wahren Ereignissen beruhende Geschichte zeigt auf eindringliche Weise, wie selbst im Chaos der letzten Kriegstage etablierte Befehlsketten und Machtmechanismen funktionieren, und stellt den Zuschauer vor die Frage: Wie würde ich handeln? Der Film spielt im April 1945, zwei Wochen vor Kriegsende im deutschen Niemandsland. Der 19-jährige Gefreite Willi Herold findet auf der Flucht vor dem deutschen Offizier Junker eine Hauptmannsuniform. Ohne zu überlegen streift er die ranghohe Verkleidung und die damit verbundene Rolle über und verfällt dem Rausch der Macht.

Wie soll man sich verhalten?

Regisseur Robert Schwentke schuf eine Geschichte, die am Ende des 2. Weltkriegs spielt, die nicht aus der Opferperspektive gedreht wurde, sondern aus der Täterperspektive der Mitläufer. Hinter dem eigentlichen Inhalt thematisiert der Film die Frage, wie sich der Einzelne, der eigentlich nur ein Mitläufer ist, sich ethisch richtig in moralisch schwierigen Situationen verhalten kann und ob dies überhaupt möglich ist. Karten für das Kino Casablanca sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich.