Der kleine Amor schnitzt wieder am Bogen

Rückkehr Skulptur wieder im Schlosspark Wolkenburg

der-kleine-amor-schnitzt-wieder-am-bogen
Der "Bogenschnitzende Amor" steht nun wieder am Original-Platz. Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna. Noch lädt der Schlosspark von Wolkenburg nicht unbedingt zu einem Bummel ein: Schnee- und Eisreste, die Bäume noch kahl. Wer sich davon aber nicht abhalten lässt, kann einen interessanten Neuzugang oder vielmehr Rückkehrer entdecken: "Die Kopie der Figur des 'Bogenschnitzenden Amor' wurde an ihrem Originalstandort im Schlosspark an der Westseite des Apolloplatzes aufgestellt", teilte Reinhard Iser mit: "Somit ist seit mehr als 25 Jahren wieder eine weitere Eisenkunstgussplastik in den Park zurückgekehrt."

"Apolloplatz" finanzierte die Kopie

Laut dem Ortsvorsteher wurden die Originale nach der Wende aus Sicherheitsgründen im Schloss eingelagert. Die Finanzierung der Kopie erfolgte über das Projekt "Apolloplatz" im Rahmen des sogenannten "Leader"-Programms, über das Tafeln im Park informieren. "Vorher wurde das Original in der Gießerei Lauchhammer mit Mitteln des Fördervereins restauriert", erklärte Iser. "Dabei wurde unter anderem das fehlende Messer ergänzt."

Amor ist schon gut 200 Jahre alt

Die Entstehungszeit der Skulptur liegt Anfang des 19. Jahrhunderts. Amor ist laut Mythologie der Sohn des Mars und der Venus und in Wolkenburg als Knabe und geflügelter Bogenschütze dargestellt.

Zum Gesamtensemble gehören neun Plastiken. Sieben sind aufgestellt und eine Figur soll dazu ergänzt werden. Die im Moment noch Fehlenden sollen in Kopie bei entsprechender Förderung durch das "Leader"-Programm errichtet werden. Die genannte Entwicklungsstrategie soll eine ausgewogene räumliche Entwicklung im ländlichen Raum ermöglichen.