Der lange Weg in die Heimat

Rückübertragung Adelsfamilie bekommt Kunstgüter zurück

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Ein Teil der Kunstwerke soll künftig auch in der Ausstellung präsentiert werden. Foto: A.Büchner

Limbach-Oberfrohna. Rund 24 Jahre Engagement des Fördervereines Schloss Wolkenburg sind belohnt worden: Nach großem Aufwand und beträchtlichem persönlichen Einsatz diverser Mitglieder ist es gelungen, eine Rückübertragung von Kunstgut aus dem früheren persönlichen Besitz der Grafenfamilie von Einsiedel zu erwirken.

Die 57 Gemälde, zwei Büsten, zwei Porträts und weitere Stücke wurden bislang in vier verschiedenen Dresdener Museen gezeigt und aufbewahrt.

"Ein Verzeichnis der im Dezember 1949 überführten Gegenstände ins Albertinum weißt ganze 155 Stücke aus", kennt Reinhard Iser die Fakten. "Nach der Bodenreform war in der sowjetischen Besatzungszone der Adel ohne Entschädigung enteignet worden." Dirk Graf von Einsiedel, der auch dem Verein angehört, hatte zeitig seine Unterstützung rund um eine Rückführung ins Schloss zugesichert. Aktuell verhandelt er mit der Stadtverwaltung über einen Vertrag, der letztlich Limbach-Oberfrohna zum Eigentümer erklären wird. "Deshalb ziehen wir uns zunächst zurück; wobei wir natürlich stark hoffen, dass der Verein bei allen weiteren Entscheidungen einbezogen und berücksichtigt wird", so der Vereinsvorsitzende. Aktuell ist noch kein konkreter Zeitpunkt nennbar, wann die Kunstwerke im Schloss zu sehen sein werden. Laut Iser wird ein Gutachter empfehlen, was es zu restaurieren lohnt und welche Räumlichkeiten für die Aufbewahrung nötig sind.

Neben den jetzigen Ausstellungsräumen im Schloss gibt es Überlegungen für zusätzlichen musealen Platz.