"Der Opernball" feiert Premiere in Zwickau

Operette Regie-Team gibt Einblicke in seine Arbeit

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Die Macher des Opernballs: (v.l.) Stefanie Stuhldreier, Michaela Ronzoni, Volker Wahl und Martin Eckenweber. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Zur Einführungsmatinee am Sonntag gaben die Gastregisseure Michaela Ronzoni und Volker Wahl Einblicke in ihre Inszenierung der Wiener Operette "Der Opernball" von Richard Heuberger, die am 5. Januar 1898 in Wien uraufgeführt wurde.

Am Freitag feiert "Der Opernball" seine Zwickauer Premiere im Malsaal. "Wir haben den Opernball schon einmal in Wien inszeniert und haben die Handlung, die im Original in Paris spielt, nach Wien versetzt", erklärt die Wienerin Michaela Ronzoni, die für die neue Textfassung verantwortlich zeichnet.

Eine Fassung extra für Zwickau

"In unserer Fassung für Zwickau, die in den 1920er Jahren spielt, handelt es sich um den Zwickauer Paul, der mit seinem Dresdner Freund Georg den Dresdner Ball voll auskosten will." Doch ihre Gattinnen machen ihnen einen Strich durch die Rechnung und laden sie zu einem Blinddate ins Chambre separée ein, um über Kreuz ihre Treue zu testen. Erkennungszeichen ist ein rosafarbener Domino.

Den rosafarbenen Umhang bekamen die zahlreichen Besucher der Einführungsmatinee zwar nicht zu sehen, dafür zwei andere Kleider und Ausführungen der Kostüm- und Bühnenbildnerin Stefanie Stuhldreier, wie sie die Malsaal-Bühne in drei verschiedene Spielorte verwandelt.

Das neun Instrumente starke Kammerorchester, das im zweiten Akt zum Einsatz kommt, ist die ganze Zeit auf der Bühne präsent und ein Teil des Bühnenbildes. "Die Musik des Opernballs ist so meisterlich-filigran ausgearbeitet, wie man sie in einer Operette gar nicht erwartet", sagt der musikalische Leiter Martin Eckenweber, der zur Matinee die beiden Gastsängerinnen (Christina Maria Heuel als Luise aus Zwickau und Christina Maria Fercher als Margret aus Dresden) und den Tenor Marcus Sandmann (als Paul) bei musikalischen Proben am Klavier begleitete.