Der Sachsenring in seinem 85. Jahr

Serie Kurioses und Interessantes vom Traditionskurs

Es war ein nasser und kalter Frühlingstag, der 26. Mai 2002. Aber aus den Herzen der 20.000 Sachsenring-Fans strahlte Wärme und Freude, denn ihr Sachsenring wurde 75 Jahre alt. Unter dem Motto " Fahrer, Motorräder und Automobile einer legendären Rennstrecke" hatte der damalige Fanclub "Sachsenring" viele ehemalige Piloten nach Hohenstein-Ernstthal eingeladen - und Hunderte waren gekommen. An diesem Sonntag standen Generationen um den alten 8,7 Kilometer langen Sachsenring wie einst. Eine Runde um diesen Kurs, das stand für die Piloten von damals auf der Tagesordnung. Begleiter dieser Demorunde waren Begeisterung und Emotionen ohne Grenzen. Die Badbergkurve in der Rennstadt war eine Bank für die Besucher. Wie vor Jahrzehnten standen und saßen sie vier bis fünf Reihen hintereinander. In der ehemaligen MTS-Kurve an der Autobahn hatten Fans ihre kleinen Tribünen wieder aufgebaut und am Bauernhof von Martin Nötzold lachte man wie eh und je über die Geschichten des Sachsenring-Oldies. Beifall auch am "Heiteren Blick" von den erhalten Hochsitzen aus den 1960er-Jahren. Da bestaunte man Aalt Toersen und Jan de Vries aus den Niederlanden, den zweifachen Weltmeister Kent Andersson und seinen Landsmann Bo Granath aus Schweden, Jim Redman, den sechsfachen Weltmeister mit seinem Kollegen Dieter Braun. Sachsenring-Rekordhalter Peter Rubatto mit Schwiegersohn Timo Scheider aus der DTM machten ihre Aufwartung wie auch Seitenwagen-Europameister Ralph Bohnhorst und die Vizeweltmeister Teuvo Länsivouri, Ralf Waldmann sowie August Hobl. Jubelnde Menschen mit schwenkenden Programmen - eine Geburtstagsfeier für und mit dem Sachsenring. "Schließlich wird man nur einmal 75", meinte damals Hubert Schmidt-Gigo, die Motorsport-Legende, der an diesem Tag seinen letzten Auftritt an seinem "Lieblingsplatz" hatte. ww