Der Schwanenteich in Zwickau hat wieder zwei weiße Glücksboten

zuzug Tipps für alle Tierliebhaber

Zwickau. 

Zwickau. Schon Anfang Dezember hat man im Schwanenteich zwei schöne Exemplare gesichtet aber schnell waren diese wieder fort. Seit dem 27. Dezember haben es sich wieder zwei Höckerschwäne am und im Schwanenteich heimisch gemacht.

Schön für die Stadt Zwickau, die drei Schwäne im Stadtwappen abgebildet hat. Wo sie herkommen ist unklar, denn die beiden Schwäne sind nicht beringt. Anhand der Beringung können Schwäne durch Ornithologen und ausgebildete Vogel-Beringer ihren deutschen Aluminiumring mit Nummer erhalten. So können Experten und Tierfreunde anhand der Kennung sehen, wie alt ein Vogel ist und woher er kommt.

Bei den Glücksboten in Zwickau handelt es sich wahrscheinlich um ein Paar das sich schon lange kennt. Die Beiden drehen harmonisch ihre Runden um den Schwanenteich. Bei den beiden handelt es sich wohl um Futterschwäne, denn immer wenn Menschen am Teichrand stehen, kommen sie auf die Zweibeiner zu und lassen sich füttern. Was zunächst positiv klingt, ist jedoch für die Tiere problematisch, denn in der Regel sollte der Mensch nicht zufüttern sofern genug Futter an den Gewässern vorhanden ist. Besonders auf Brot sollte man verzichten. Auch sonst sollte man Zurückhaltung üben, so schön wie es auch sein mag. Vor allem Hundebesitzer sollten darauf achten, dass sich die Tierchen nicht in die Quere kommen.

Wissen, wann man füttern darf

Da Schwäne bei uns überwintern und nicht in den Süden ziehen, ist die Winterzeit gerade für diese Wasservögel sehr kritisch. Länger anhaltende Frostperioden und extreme Schneefälle machen den Vögeln ganz schön zu schaffen. Bei einzelnen Tieren oder einzelnen Pärchen ,die sich auf kleineren Gewässern aufhalten und dort ihr Revier haben, ist das nicht ganz so problematisch. Dort werden die Schwäne meist von Menschen gefüttert und haben kaum Futtermangel. Andere Schwäne, wie zum Beispiel einjährige Jungvögel, die man anhand von braunen Gefieder erkennt. Jungschwäne, die noch nicht geschlechtsreif sind oder erwachsene Tiere die eine Partnerin suchen, schließen sich meist in größeren Gruppen zusammen und verbringen diese Zeit gemeinsamen. Auf größeren Seen sind diese Gruppen zu beobachten. Dort sind Probleme vorprogrammiert. Friert ein See zu, finden die Schwäne kein Futter mehr. Sie fliegen auf nahegelegene Wiesen oder Äcker und das zum Ärger vieler Bauern. Einige ziehen weiter an Bäche oder Flüsse, die meist nicht zufrieren und haben dort häufig mehr Glück an Futter heranzukommen. So ist es ratsam, die Vögel bei solchen Witterungsbedingungen zu füttern, aber nur wenn Futtermangel herrscht, ansonsten finden Schwäne genug Futter in ihren Revieren.

Im Frühling kann auch Jungschwäne gehofft werden

Ab März bis April gibt es dann schon die ersten Revierkämpfe. Da die Paarung beginnt werden auch die Tiere aktiver und beginnen so langsam mit der Brutvorbereitung. Sie erkunden dabei das Gewässer und die Umgebung. Schwäne suchen meist kleine Inseln oder ufernahe Gebiete, beispielsweise Schilfflächen zum brüten auf. Ab März kann man dann schon die Tiere beim Bau Ihrer Nester beobachten. Das Paar baut das Nest gemeinsam während meist das Männchen der Verteidiger des Reviers ist.

Im April findet dann die Eiablage statt, bei dem etwa vier bis zehn Eier sich dann in den Nestern befinden. Auch hier wird das Weibchen das Brüten übernehmen und der Schwanenmann behütet das Revier. Nur wenn das Weibchen zum fressen schwimmt oder es Komplikationen gibt, ist der Schwanenmann aktiv. Insgesamt dauert das Brüten etwa fünf Wochen bis die Jungen schlüpfen und die Schwaneneltern sich liebevoll um die Kleinen kümmern.

In dieser Zeit ist es ratsam, die Nähe der Schwäne zu meiden, um sie nicht bei der Brut oder mit Ihrem Nachwuchs zu stören. Andernfalls können die Vögel sehr aggressiv gegenüber Menschen werden. Die Zwickauer und Schwanenfans können also nur hoffen dass alles gut geht und Nachwuchs den Schwanenteich im Frühjahr bereichert.