Detlef Dix hält Oldtimer-Treffen die Treue

Ruhestand Amtsleiter geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge

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Detlef Dix hat seit 20 Jahren das Oldtimer-Treffen organisiert. Diesmal fuhr er eine Leander aus dem Jahr 1929. Foto: Nicole Schwalbe

Kirchberg. Das Oldtimer-Treffen "Kirchberg Classics" feierte in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. 1997 hatte Detlef Dix, Amtsleiter für Ordnung in Sicherheit der Stadt Kirchberg, die weit über Kirchbergs Grenzen hinaus beliebte Veranstaltung ins Leben gerufen.

Jung und Alt kamen in alten Uniformen und Kostümen passend zu ihren Fahrzeugen. Auch Bürgermeisterin Dorothee Obst beteiligte sich mit der Startnummer 389 an die Rundfahrt. Sie fuhr ihren 68er Trabant, der durch eine pfiffige Landkarte von Kirchberg und Umgebung auf der Motorhaube auffiel.

800 Oldtimer zum bestaunen

Dieses Jahr wurde "Kirchberg Classics" letztmalig vor Dix' Ruhestand im August durchgeführt. "Irgendwie ist es mein 'Baby', das lässt man nicht im Stich", sagte Detlef Dix mit einem Schmunzeln. Zum 55. Mal wurde das traditionelle Borbergfest durchgeführt und ein Höhepunkt war eindeutig das Oldtimer-Treffen. 800 Klassiker gab es am Samstag rund um den Festplatz zu bewundern. 13 Uhr sind dann die ersten Motorräder zur 75 Kilometer langen Rundfahrt gestartet, dicht gefolgt von Drei- und Vierrädern.

Sechs Kontrollpunkte für die Teilnehmerurkunde

Die Fahrer der außergewöhnlich alten und schönen Vehikel aus verschiedenen Epochen und Bauarten mussten an sechs Kontrollpunkten Stempel einsammeln, um am Ziel die Teilnahme-Urkunde mit Erinnerungsplakette zu bekommen. "Es ist ein unglaublicher Verwaltungsaufwand, der ohne die vielen Helfer in der Stadtverwaltung gar nicht möglich wäre", sagte Dix. "Wir sind bereits jetzt wieder dabei und organisieren das 21. Oldtimer-Treffen im nächsten Jahr", gestand der Amtsleiter.

Das Outfit muss zur Maschine passen

Dix wirkt also trotz nahendem Ruhestand am nächsten Kirchberg Classics mit und versprach mit einem Augenzwinkern, auch nach seiner Pensionierung nicht von der Bildfläche zu verschwinden.

Für die diesjährige Rundfahrt hat er sich eine Leander von 1929 von einem guten Freund ausleihen müssen, da sein Zweirad defekt war. "Es ist immer ein großer Akt, sich auch passend zur Maschine zu kleiden, aber das gehört einfach dazu", so Dix, der sich in seinem Outfit sehen lassen konnte.