Die Abenteuer des Wasserschweins aus Limbach-Oberfrohna

Tierisch Capybara lebt unentdeckt über Monate am Großen Teich in Limbach

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Ein tierisches Abenteuer erlebte kürzlich ein Wasserschwein aus Limbach-Oberfrohna. Das Capybara, das in Südamerika beheimatet ist, zog im Frühjahr in den Tierpark ein - riss dort aber binnen kürzester Zeit durch eine Lücke im Zaun hinter dem Gehege aus. Monate später, im Oktober, beobachtete Naturschutzhelfer Dieter Kronbach während eines Kontrollgangs am Großen Teich etwas "Loch-Ness-Ähnliches" an der Wasseroberfläche. "Aller 15 bis 20 Meter hob es seinen Kopf kurz hoch, tauchte dann aber wieder unter", beschreibt Kronbach das Szenario.Die erste Vermutung: Könnte das vielleicht ein Biber sein? Mit dem Wasserschwein habe keiner mehr gerechnet, sagt Klaus Eulenberger, Chef des Tierparkfördervereins. "Es lebte unentdeckt über Monate, ohne sich um Nahrung Sorgen zu müssen, am und im Großen Teich sowie an dem an den Tierpark angrenzenden Schilfdickicht", ergänzt Jens Hering von der Unteren Naturschutzbehörde. Das Capybara hatte Glück, dass es im Sommer geflüchtet war. "Jetzt im Winter wäre es schwierig für das Tier geworden", sagt Eulenberger. Nachdem feststand, dass das unbekannte Wesen im Großen Teich das Wasserschwein aus dem Tierpark ist, beschloss die Untere Naturschutzbehörde in Abstimmung mit dem Tierpark, eine Falle zum Fang des mittlerweile etwa elf Kilogramm schweren Nagetiers aufzustellen. Als Köder wurden unter anderem trockene Brötchen verwendet, der Fang gelang. Das unverletzte und sich sehr ruhig verhaltende Tier wurde daraufhin sofort von Jens Hering und Dieter Kronbach in den Tierpark gebracht, wo es zunächst in Quarantäne kam.