Die Gersdorfer Hauptstraße ist wieder frei

Verkehr An der Brücke am Hegebach wurde ein knappes Jahr gewerkelt

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Feierliche Erstfahrt über die neue Brücke über den Hegebach. Foto: Nicole Schwalbe

Gersdorf. Fast ein Jahr Bauzeit haben Anwohner und Verkehrsteilnehmer der Hauptstraße für den Brückenneubau in Kauf nehmen müssen, damit die Hochwasserschutzmaßnahme errichtet werden konnte. "Durch den Rückstau des Hochwassers 2002, sowie 2010 und 2013 war Gersdorf stark betroffen", so Bürgermeister Wolfgang Streubel bei der Freigabe der Brücke am Hegebach, Höhe Netto-Markt.

Der Ersatzneubau der Plattenbrücke war aufgrund der Überflutung beim Hochwasser 2013 erforderlich geworden. Die ursprünglich drei im Winkel angeordneten Teilbauwerke hatten den Wasserabfluss behindert und letztendlich zum Rückstau geführt. Die neue Brücke hat eine lichte Weite von fünf Metern und einen geschwungenen Verlauf, was die Abflussverhältnisse maßgeblich verbessert. Die Fahrbahnbreite zwischen den Borden beträgt sieben Meter und der Kreuzungswinkel mit der Hauptstraße 38,8 Grad.

"Es ist gut, dass die Gemeinde Fördermittel für die Hochwasserschäden bekommen hat und ein Brückenbauwerk mit einer Länge von 37 Metern auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern gebaut werden konnte", sagte Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises. Ganze 900.000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet, die von der Firma Scharnagl aus Annaberg-Buchholz realisiert wurde. "Ich habe schon viele Baustellen gesehen, aber noch keine, die so geordnet und diszipliniert ablief", lobte Streubel, bevor er im Beiwagen des Motorrads feierlich neben dem "Maulwurf" und den "Hühnerschreck"-Rädern über die Brücke fuhr.