Die Intrigen von Karl und Franz

Theater Schillers "Räuber" im Zwickauer Malsaal

Zwickau. 

Zwickau. Das Ensemble des Theaters Plauen-Zwickau zeigt am 29. Januar um 18 Uhr im Zwickauer Malsaal das Schauspiel von Friedrich Schiller "Die Räuber". Seit seiner sensationellen Uraufführung 1782 wurde Schillers Jugendwerk und erstes Drama in zahlreichen Interpretationen und mit Starbesetzungen auf den Theaterbühnen gezeigt. Der Reiz des Stoffes rund um Revolution und kühne Jugend trägt bis in die heutige Zeit, was zu immer neuen Deutungen führt.

Im Stück wird Karl, Sohn des Grafen Moor, nach einer Intrige seines eifersüchtigen Bruders Franz von seinem Vater verstoßen. Fern der Heimat wird er zum Anführer einer Räuberbande. Während es sein Ziel ist, mit den Räubern benachteiligten und schwachen Menschen zu helfen, nehmen die Machtkämpfe innerhalb der Bande zu, und die Überfälle und Morde verselbstständigen sich in Gemetzel aus Lust an der Gewalt. Karl, verzweifelt über die Entwicklung, unternimmt einen letzten Versuch, seine Verlobte Amalia zu sehen, und kehrt in das Schloss seines Vaters zurück. Dort erkennt er das ganze Ausmaß der Intrige seines Bruders, doch es gibt kein Zurück mehr. Das Schicksal nimmt erbarmungslos seinen Lauf.

Die Regie führt Till Weinheimer. "Die Räuber" ist das erste veröffentlichte Drama von Friedrich Schiller. Das Werk, zunächst nicht als Bühnenstück sondern als Lesedrama gedacht, entstand in der Epoche der Aufklärung. Es wurde 1781 zunächst anonym veröffentlicht, dann am 13. Januar 1782 in Mannheim uraufgeführt.