Die jüngste Standesbeamtin im Freistaat?

Berufung Natalie Jung freut sich auf neue Aufgabe in Werdau

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Natalie Jung darf als Standesbeamtin nun auch Trauungen übernehmen. Foto: Frenzel

Werdau. Natalie Jung darf verliebte Paare künftig am schönsten Tag des Lebens begleiten. Der Stadtrat hat die 24-Jährige kürzlich zur Standesbeamtin berufen. Sie war bisher im Rathaus für die Organisation von verschiedenen Veranstaltungen auf dem Markt verantwortlich. Nun verstärkt Natalie Jung das Standesamt, in dem außerdem Cornelia Lehnig und Marlies Schröter arbeiten. Sie nimmt den Platz einer Mitarbeiterin, die in den Ruhestand gegangen ist, ein.

Der persönliche Charakter

In den Vorgesprächen mit den Brautpaaren interessiert sich Natalie Jung - genauso wie ihre Kolleginnen - für persönliche Dinge. Wie war das Kennenlernen? Welche gemeinsamen Hobbys gibt es? Welche Pläne für die Zukunft wurden schon geschmiedet? "Wir versuchen einen sehr persönlichen Charakter reinzubringen", sagt Natalie Jung. Sie hat sich - neben verschiedenen Schulungen - auch mit einer Probetrauung auf die neue Aufgabe vorbereitet.

Am gestrigen Dienstag hörte sie dann erstmals als Standesbeamtin das berühmte Ja-Wort. "Es ist schön, in die glücklichen Augen des Brautpaares und der Hochzeitsgesellschaft zu schauen, die Leute an so einem Tag zu begleiten", sagt Natalie Jung, die vermutlich zu den jüngsten Standesbeamten im Freistaat gehört.

Weitere Aufgaben des Standeamtes

In Werdau fanden in der Vergangenheit zwischen 90 und 100 Trauungen im Jahr statt. "Die Zahl ist auf einem relativ konstanten Niveau", sagt Rathaussprecher André Kleber. Das Standesamt übernimmt auch Aufgaben für die (kleineren) Nachbarorte Fraureuth und Langenbernsdorf.

Hochzeiten sind im Rathaus in Werdau und im Herrenhaus in Fraureuth möglich. Die weiteren Aufgaben des Standesamtes: Die Mitarbeiter müssen Sterbefälle und Geburten beurkunden. Sie nehmen zudem Namensänderungen vor und helfen bei der Ahnenforschung.