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Die "Kinderstube" am Rande von Limbach

Brutzeit Limbacher Teichgebiet steht für Vielfalt

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Das Europäische Vogelschutzgebiet "Limbacher Teiche" ist eines der wichtigsten Brut- und Rasthabitate in Sachsen.

Aktuell hat sich das Feuchtgebiet wieder in eine "Kinderstube" verwandelt: "In diesem Jahr haben wir vier Haubentaucher-Paare gezählt, die aktuell mehrere Küken führen", informierte Jens Hering. "Auch die Höckerschwäne bewachen aufmerksam ihre Jungen." Der Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde nennt zudem Bruterfolge beim Bläss- und Teichhuhn sowie der Nilgans. In den kommenden Wochen wird auch bei den Tafel-, Reiher- und Stockenten Nachwuchs erwartet. Laut Hering ist vor allem die Insel im Großen Teich für Bruterfolge prädestiniert.

Optimal ist in diesem Jahr der hohe Wasserstand und es scheint weniger Probleme mit Raubsäugern zu geben. Die dichte Vegetation am Ostufer des Großen Teiches verhindert illegale Badestellen. Problematisch sind nach wie vor zahlreiche freilaufende Hunde: "So etwas kann innerhalb von Minuten den Bruterfolg eines Jahres zunichte machen", ist der Ornithologe besorgt.

Im gesamten Gebiet herrscht Leinenpflicht. Für große Freude sorgte zuletzt ein rufender Wachtelkönig. Hierbei handelt es sich um eine stark gefährdete Vogelart laut Roter Liste Sachsen und eine wertgebende Art des Europäischen Vogelschutzgebietes. Obwohl die Lachmöwen die Limbacher Teiche kurzzeitig wieder für sich entdeckt hatten, kam es leider zu keiner Brut. Mögliche Gründe sind das besonders kalte Frühjahr oder eine Verlagerung: Eventuell brüten sie in diesem Jahr im Frohburger Teichgebiet, wo seit Jahren erstmals wieder eine große Kolonie existiert.

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