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Die Kraft der zwei Kerzen

MOTORSPORT Rennpappentreffen im TRM-HOT

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Wenngleich er im aktuellen Straßenbild nur noch eine Randerscheinung ist, hat der Trabant 601 nach wie vor seine treuen Anhänger und Fahrer, die sich bei diversen Trabi-Treffen versammeln und "Benzin reden". Sogar über Rennbenzin wurde am letzten Samstag im noch goldenen Oktober unweit des Sachsenrings im und am Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal geredet. Zum sogenannten Rennpappentreffen hatte das TRM-HOT eingeladen, eine Einladung der rund 40 Trabi-Besitzer mit ihrem Liebling per Achse sowie an die 20 weitere Rennfahrer, Ex-Rennfahrer und Besitzer nicht straßentauglicher Rennflitzer mit ihren Exponaten folgten.

Illustre Runde plauderte aus den Nähkästchen

Von 10:00 bis 17:00 Uhr gab es die Sonderausstellung unter freiem Himmel (im Vorhof des Eingangsbereichs, in die gegen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr Gesprächsrunden mit Akteuren der Vergangenheit und der Gegenwart eingebettet waren. Dabei kamen neben Rennfahrern und Techniker auch Organisatoren von einst sowie von heutigen Rennserien zu Wort, kramten fast in Vergessenheit geratene Geschichten wieder hervor und wussten zudem so manch erstaunliche Fakten und von kuriosen Begebenheiten zu berichten. Dabei kamen der siebenfache DDR-Meister, davon drei Mal im Trabi, Hans-Dieter Kessler, seine Ex-Rivalen und Wegbegleiter Rainer Brand, Stromhardt Kraft, Manfred Glöckner und Heiko Gaida genauso zu Wort, wie der Schrauber-Guru am und heutige Besitzer des Renntrabant mit der legendären Startnummer "5" des fünffachen DDR-Meisters Klaus Schumann, Wolfgang Hirche, oder der Ex-Fahrersprecher und Organisator Hartmut Krüger sowie der Vertreter der ehemaligen ebenfalls Trabant-befeuerten Formel Junior, Gerhard Vater. Die Rallye-Fraktion vertraten der ehemalige Beifahrer von Heinz Galle, Wolfgang Kieling, und Christian Meischner. Moderiert wurde das Ganze vom ehemaligen und heute wieder Streckensprecher Lutz Weidlich, der als Ex-Trabi-Rennfahrer ganz genau wusste, wovon er spricht, und der mehrfache Buchautor über den DDR-Automobil-Rennsport, Hendrik Medrow aus Nordbrandenburg.

Der schnellste Trabi der Welt

Neben den Klassikern von der Rundstrecke, diverser Rallye-Autos, einem Formel-Junior-Rennwagen und Autocross-Fahrzeugen auf Trabant-Basis war der mit 235 km/h gemessene schnellste Trabant der Welt, zwar mit einem Honda-Motor, der Urland-Brüder aus der Lausitz ein besonderer Hingucker. Für die zahlreichen Trabi-Besitzer, die mit ihrem Schmuckstück zum "Rennpappentreffen" in die Rennstadt gekommen waren, wurde die vor dem Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal befindliche Antonstraße eigens gesperrt, so dass auch diese zum Fahrerlager und gut besucht wurde.

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